Ereignisreiches Wochenende in Bad Arolsen

Polizei zieht Viehmarktsbilanz

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Beamte der Bereitschaftspolizei waren nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Viehmarktsgelände unterwegs. Die hohe Polizeipräsenz ermöglichte er, viele Straftäter schnell  dingfest zu machen.

Bad Arolsen.  Der Kram- und Viehmarkt lockte auch in diesem Jahr wieder rund 400.000 Menschen nach Bad Arolsen. Auch wenn man das Einsatzgeschehen insgesamt als ruhig bezeichnen kann, haben sich dennoch einige Straftaten auf dem Festplatz und rund um den Königsberg ereignet.

 Die Behörden und Hilfsorganisationen hatten im Vorfeld des Viehmarktes das bestehende Sicherheitskonzept gründlich überarbeitet und an die neue Sicherheitslage angepasst. Das haben auch die Besucher des Viehmarktes registriert. Es waren deutlich mehr Einsatzkräfte im Einsatz.

Wie in den vergangenen Jahren auch, verzeichnet das Einsatzprotokoll rund um die Reithalle die meisten polizeilichen Einsätze. Darauf hatte sich die Polizei eingestellt und war stets mit starken Kräften in der Nähe.

Insgesamt musste die Polizei bei 13 Körperverletzungsdelikten einschreiten. Bei einer dieser Taten war auch ein Messer im Spiel. Am frühen Sonntagmorgen kam es um 0.20 Uhr auf der Tanzfläche aus bislang unbekannten Gründen zu einer Rangelei zwischen zwei Männern, in deren Verlauf einer dem anderen plötzlich mit einem kleinen Messer seitlich in den Bauch stach und dann flüchtete.

Der Geschädigte, ein in Bad Arolsen wohnender 30 Jahre alter Mann, verletzte sich dabei schwer aber nicht lebensbedrohlich. Er wurde in das Bad Arolser Krankenhaus eingeliefert. Bei dem Täter soll es sich um einen jungen (17-18 Jahre), dunkelhäutigen Mann mit schwarzen Haaren handeln. Er wird als schlank beschrieben und war zur Tatzeit mit einer hellen Hose und einer dunklen, blutverschmierten Jacke bekleidet.

Am Freitagabend meldeten sich bei der Polizei vier junge Frauen, die auf der Tanzfläche in der Reithalle zu unterschiedlichen Zeiten angetanzt und unsittlich berührt wurden. Da sowohl Polizei als auch Security schnell an Ort und Stelle waren, konnten die Personalien der Beschuldigten ermittelt werden.

Rund um die Reithalle sprachen die Beamten im Laufe des Wochenendes insgesamt 9 Platzverweise gegen zumeist stark alkoholisierte, aggressive junge Männer aus, denen - wenn auch widerwillig - Folge geleistet wurde.

Rund um das Marktgeschehen ereigneten sich auch mehrere Diebstahlsdelikte. So wurden Donnerstag- und Freitagnacht in der Marie-Calm-Straße jeweils ein Kinder/Jugendfahrrad gestohlen. Beide Fahrräder standen unter einem Carport. Auch wurden einigen Markbesuchern die Portmonees gestohlen, aber auch Standbetreiber waren von den Diebstählen betroffen. In drei Fällen stahlen die Diebe Bargeld aus Marktständen und in einem Fall mehrere Handtaschen. Außerdem verzeichnet das Einsatzprotokoll noch mehrere Ruhestörungen, eine Sachbeschädigung und einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Im Verkehrssektor war die Situation relativ entspannt, auch wenn die Parkmöglichkeiten am Samstagabend und am Sonntagnachmittag nahezu erschöpft waren. Obwohl von Polizei und Ordnungsamt eine Vielzahl von Parkverstößen festgestellt wurden, verzichteten sie jedoch auf Abschleppmaßnahmen. Lediglich zwei Verkehrsunfälle ereigneten sich am Wochenende.

Einsatzleiter Manfred Lang zeigte sich dann auch zum Abschluss des Kram- und Viehmarktes sehr zufrieden: "Bei so vielen Menschen lassen sich nicht alle Straftaten im Vorfeld verhindern. Aber wir waren so gut aufgestellt, dass wir die Körperverletzungsdelikte fast alle aufklären konnten und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir den flüchtigen Messerstecher auch noch ermitteln."

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