Bürgermeister Elmar Schröder zieht Halbzeitbilanz und kündigt erneute Kandidatur an

Probleme lösen bereitet Freude

Bürgeremsiter Elmar Schröder übergibt den Rathausschlüssel an das neue Prineznpaar. Prinzenproklamation bei der KG Rot-Weiß Wrexen in der Diemelgoldhalle. Foto: Elmar Schulten

Diemelstadt - Bei seiner ganz persönlichen Halbzeitbilanz nach drei von sechs Amtsjahren als Bürgermeister von Diemelstadt hat Elmar Schröder seine Wahlkampfaussagen mit den bereits umgesetzten Projekten verglichen.

Für das Schloss gibt es eine gute Zukunftsperspektive, neue Gewerbebetriebe konnten angesiedelt werden, die kinderfreundliche Stadt kümmert sich um ihre Kleinen unter drei Jahren und der städtische Betriebshof konnte endlich in ein modernes, angemessenes Gebäude umgesiedelt werden.

Die Bilanz kann sich sehen lassen. In Diemelstadt ist in drei Jahren so viel bewegt und zum Besseren verändert worden, wie man es sich lange Zeit nicht vorstellen konnte.

Bestes Beispiel ist die Kreisstraße von Orpethal zur neuen Autobahnauffahrt. Mit Hartnäckigkeit und Verhandlungsgeschick konnte eine gute Lösung für die Ortslage von Wrexen und die Papierfabriken umgesetzt werden.

Doch Schröder ist mit seinen Plänen für eine moderne, zukunftsfähige Diemelstadt noch lange nicht am Ende: Die vor wenigen Tagen abgehaltene Zukunftswerkstatt hat aufgezeigt, wie sich ländliche Gemeinden in den nächsten Jahren entwickeln werden, wenn nichts geschieht.

Schröder hat sich vorgenommen, diesen demografischen Veränderungsprozess selber aktiv mitzugestalten, und möchte dabei möglichst alle Diemelstädter mit einbinden. 140 Teilnehmer bei der Zukunftswerkstatt waren dabei ein guter Anfang.

Schröder: „An diesem Nachmittag in der Stadthalle wurde allen vor Augen geführt, wie unsere Region schon seit vielen Jahrzehnten vom Zuzug neuer Bürger geprägt wurde. Nach dem Krieg kamen die Flüchtlinge, dann die Gastarbeiter und schließlich die Neubürger aus den neuen Bundesländern. Auch in Zukunft muss es gelingen, Flüchtlinge als Neubürger in unserer Region heimisch zu machen. Unsere Betriebe brauchen schließlich tüchtige Mitarbeiter. Die leer stehenden Häuser brauchen neue Bewohner.“

Als weitere Zukunftsaufgabe sieht der Rathauschef den Anschluss der Diemelstadt an das schnelle Internet. Diemelstadt dürfe nicht länger der weiße Fleck auf der Landkarte bleiben. Das schrecke auf Dauer Neubürger und Firmen ab.

Vordringlich müsse zudem das Abwassersofortprogramm umgesetzt werden. Eigentlich hätten die zehn Millionen Euro für neue Kanäle, vor allem in Wrexen, bis 2011 abgearbeitet sein müssen. Nun kämpfe er in Wiesbaden dafür, dass die Diemelstadt noch einmal einen Aufschub bis 2017 bekomme. Sonst drohe die Rückzahlung von 1,5 Millionen Euro Fördermitteln.

Eine weitere große Aufgabe sei die Erneuerung von etwa 3000 Metern Wasserleitungen für rund 530000 Euro.

Zufrieden stellt Schröder fest, dass er mit seiner vielfältigen Ausbildung bei der Stadt Paderborn und dem Aufbaustudium alle notwendigen Fähigkeiten mitbringe, die anstehenden Probleme zu lösen: „Ich denke lösungs-, nicht problemorientiert.“ Die Arbeit bereite ihm viel Freude. Er verlange viel von seiner Verwaltung, sei aber auch selber bereit, viel zu leisten: „Viele gute Menschen umgeben mich, die im Team eine wichtige Rolle spielen. Wenn man mich 2017 will, werde ich bleiben.“

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