Hesperinghäuser und Helmighäuser laufen Sturm gegen Vorhaben in Erlinghausen

Protest gegen sauerländische Windkraft-Pläne

Diemelstadt/Marsberg - Die Bürger aus Hesperinghausen und Helmighäuser protestieren gegen den geplanten Bau von gut einem Dutzend Windkraftanlagen in der Gemarkung Erlinghausen.

Diemelstadt/Marsberg. Direkt an der Landesgrenze zu Hessen wollen eine Investorengruppe aus dem hessisch-westfälischen Gebiet sowie zwei Privatleute aus der Stadt Marsberg die Windkraftanlagen errichten lassen. Daher steht in der sauerländischen Kommune die 60. Änderung des Flächennutzungsplanes an. Zum einen soll der Windpark bei Meerhof mit jetzt schon 70 Anlagen erweitert werden. Zum anderen soll in der östlichen Feldgemarkung von Erlinghausen eine Reihe neuer Windmühlen entstehen. Planerisch steht das Projekt ganz am Anfang, wie viel davon verwirklicht werden kann, hängt von vielen Faktoren ab. Auch die Stadt Diemelstadt Diemelstadt wird zur Stellungnahme aufgefordert.

Zur Meinungsbildung fuhr der Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstagabend durch die Diemelstädter, Bad Arolser und Marsberger Feldgemarkung, um sich die vorhandenen, zum Teil in Bau befindlichen größeren Windkraftanlagen und das Gebiet anzuschauen, auf dem die umstrittenen Windmühlen entstehen sollen. Eine große Abordnung von Bürgern aus Hesperinghausen nutzte die Gelegenheit, um ihren Protest gegen das Vorhaben vor der eigenen Haustür zum Ausdruck zu bringen. Aufgrund des straffen Zeitplanes kam es nicht zu längeren Gesprächen. Immerhin konnten die Sprecher der Bürger ihre Protestnoten übergeben.

Mehr zu dem Windenergiekonzept für Diemelstadt wird am 2. September in Hesperinghausen zu hören sein. Dann wird der Landschaftsplaner Detlef Schmidt aus Grebenstein zusammen mit Bürgermeister Elmar Schröder in der Schützenhalle die entsprechenden Pläne erläutern An diesem Wochenende werden durch Faltbläter in allen Diemelstädter Haushalten und in Erlinghausen die Bürger zur Teilnahme an der Veranstaltung eingeladen.

In Erlinghausen fand bereits eine Bürgerversammlung zu dem Thema Windpark Erlinghausen statt. Eine starke Abordnung aus Diemelstadt nahm ebenfalls daran teil.

Die Bürger stören sich an dem Anblick so nahe an der Ortschaft, an den Geräuschemmissionen, die sie befürchten, und an dem Schattenwurf. Auch wird befürchtet, dass der Wert der eigenen Immobilien sinken könnte. Die Diskussionen dürften auf Diemelstädter Seite weitergehen, denn im kommenden Jahr wird die Änderung des nordhessischen Regionalplans bekannt gegeben, der auch Vorranggebiete im Diemelstädter Beritt vorsieht, danebenauch das Waldgebiet der Waldeckischen Domanialverwaltung auf der Hude bei Rhoden. Doch auch auf hessischer und spziell nordwaldeckischer Seite stehen gerade erst die ersten planungsrechtlichen Änderungen an. (ah)

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