Stadtväter drängen auf schnellen Ausbau der Kreisstraße K91 bei Orpethal

Radweg wird nicht finanziert

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Diemelstadt-Orpethal - Das Teilstück Westheim bis Wrexen auf dem Diemelradweg wird wohl auch künftig das gefährlichste auf dem Diemelradweg zwischen Willingen und Bad Karlshafen bleiben.

Aus Sicht der Landesregierung sind straßenbegleitende Radwege nur dann notwendig, wenn mindestens 4000 Fahrzeuge in 24 Stunden gezählt werden. An der Kreisstraße K91 zwischen Westheim und Orpethal wurden bisher nur rund 1400 Fahrzeuge gezählt. Deshalb kann ein gesonderter Radweg hier nicht vom Land mitfinanziert werden. Mit dieser ernüchternden 
Mitteilung überraschte der für den Kreisstraßenbau zustän-
dige Mitarbeiter des Amtes für Straßen und Verkehrswesen, Hans-Dieter Gasch, am Donnerstagabend im Stadtparlament. Seit Monaten hatten die Diemelstädter Stadtväter gegrübelt, wie ein künftiger Radweg über die beiden Brücken zu führen wäre. Zuletzt war das Anflanschen einer Holzkonstruktion an die vorhandenen Brücken aus statischen Gründen verworfen worden. Nun also die Nachricht: Das Problem Radwegebrücke ist vom Tisch, weil auch der Radweg nicht gebaut werden kann. Umso mehr hoffen nun alle darauf, dass wenigstens der Ausbau der viel zu engen und kurvenreichen Kreisstraße möglichst bald erfolgen kann. Schließlich ist das nur 4,90 Meter enge Sträßchen seit Fertigstellung der Autobahnauffahrt bei Westheim zu einem viel befahrenen Autobahnzubringer
 für den Schwerlastverkehr zu und von den Wrexer Papierfabriken geworden. Bei der letzten Verkehrszählung wurden immerhin über 220 Lastwagen erfasst. Wenn die sich auf der engen Kreisstraße begegnen, wird es regelmäßig so eng, dass auf die Bankette ausgewichen werden muss. Für Radfahrer ist das Befahren der Kreisstraße dann lebensgefährlich. Straßenplaner Gasch machte den Stadtverordneten aber Hoffnung, dass das Baurecht für den Ausbau der Kreisstraße auf sechs Meter Breite noch in diesem Jahr erreicht werden könne. Wenn dann auch der Förderantrag bei Kreis und Land rechtzeitig gestellt werde, könne mit dem nötigen politischen Willen schon 2015 der Ausbau erfolgen.In den kommenden Monaten werden wahrscheinlich noch einmal die gröbsten Schäden an der Holperpiste ausgebessert. Die Kosten hierfür übernimmt der nordrhein-westfälische Landbetrieb „Straßen NRW“, weil auf dessen Veranlassung die Kreisstraße sechs Monate lang als Ausweichstrecke für die teilgesperrte Bundesstraße 7 herhalten musste.

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