Mehrkosten für Kindertagesstätte in Rhoden

Rasche Entscheidung gefordert

Diemelstadt-Rhoden - Zug um Zug schafft die Stadt Diemelstadt Kindergartenplätze für die unter Dreijährigen. In Rhoden musste dafür mehr Geld hingeblättert werden als ursprünglich veranschlagt worden war.

Die wichtigste Feststellung zum Ende des Jahres: Nach einer anfänglichen Absage der Förderung steht nun der Anbau für die zehnköpfige U3-Gruppe, die bisher per Ausnahmegenehmigung in der Turnhalle untergebracht wird; und die in einer der jüngsten Parlamentssitzungen kritisierten Mehrkosten von 35 000 Euro zusätzlich zu den grob veranschlagten 230 000 Euro relativieren sich angesichts der Vorgeschichte. Um das Platzproblem bei der U3-Betreuung in Rhoden zu lösen, wurde im Sommer 2012 ein Zuschuss für einen Container beantragt, um den überfüllten Kindergarten zu entlasten. Im September stellte das Architekturbüro Müntinga und Puy in Bad Arolsen ein Konzept für das Gemeinschaftshaus Rhoden als Alternative einen Neubau in Rhoden und einen Umbau in Wrexen vor. In einer Sondersitzung im Oktober 2012 beschlossen die Stadtverordneten, 404 000 Euro für Neubau und Umbau bereitzustellen. Ein Umbau im Gemeinschaftshaus schied nach einer Analyse von Kosten und Nutzen aus. Die erforderlichen Finanzmittel wurden im Haushalt 2013 bereitgestellt, jedoch bekam die Stadt im Januar einen Dämpfer: Weil andere Kommunen wegen eines Betreuungsschlüssels einen höheren Vorrang eingeräumt bekamen, ging Diemelstadt zunächst leer aus. Doch dann kam aus dem Kreishaus Ende April „grünes Licht“ für die Förderung. Die Stadt, so Bürgermeister Elmar Schröder, habe sich innerhalb von vier Stunden entscheiden und dazu verpflichten müssen, den Anbau bis zum Jahresende 2013 zu erstellen, um an die Zuschüsse aus dem Vorjahr heranzukommen. Zwar lagen keine exakte Planung und Kostenkalkulation vor, doch die Fördersumme von 200 000 Euro „erschien uns damals wie ein Wunder, gab es doch erste Enttäuschungen nach den Absagen der Förderung“, berichtet der Rathauschef weiter. Mit dem mutigen Votum sei es auch möglich gewesen, eine Sondergenehmigung für die vorübergehende Nutzung der Turnhalle zu bekommen, in der bereits knapp zehn Jungen und Mädchen betreut werden. „Tolle Quote“ Während der Bauphase stellte sich heraus, das die 230 000 Euro nicht reichen würden. Doch verglichen mit den zweitgünstigsten Angeboten fallen die Mehrkosten von 35  000 Euro noch moderat aus: Dann wären nämlich weitere 38 000 Euro zusätzlich erforderlich gewesen. Unterm Strich ergibt sich nach Auffassung von Schröder bei einem Zuschuss von 200 000 Euro und einem Eigenanteil von 65 000 Euro eine „tolle Förderquote von 75 Prozent“.Inzwischen hat sich die Kommission „Familienfreundliches Diemelstadt“ mit der Inneneinrichtung in Wrexen und Rhoden beschäftigt, für die jeweils 27 500 Euro im Etat 2014 vorgesehen sind. (r/ah)

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