Bad Arolser Gymnasium will zurück zum Abitur nach neun Jahren

Rauch-Schule liebäugelt mit G9

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Bad Arolsen - Ähnlich wie die Uplandschule will auch die Christian-Rauch-Schule zu Beginn des neuen Schuljahres zum alten Abitur nach neun Gymnasialschuljahren (G9) zurückkehren. Das erklärte CRS-Schulleiterin Cornelie Seedig am Montag auf WLZ-Nachfrage.

Formal muss noch die Landesregierung die entsprechende Gesetzesänderung wie angekündigt durch den Landtag bekommen. Außerdem müssen die schulischen Gremien über die Rückkehr zu G8 abstimmen. Doch eine schulinterne Vorabstimmung habe ergeben, dass die hierfür notwendige Zweidrittelmehrheit in der Schulkonferenz wohl ohne Probleme erreicht werden könne, so die Schulleiterin. Der Wunsch zur Rückkehr zu G9 sei bei vielen Eltern und Lehrern zu einem Selbstläufer geworden und nach der Ankündigung durch die Landesregierung nicht mehr zu stoppen gewesen. In den Genuss des neuen/alten G9 würden dann aber zunächst nur die neuen Fünftklässler kommen, die zum Schuljahr 2013 aufs Gymnasium wechseln. Für die jetzigen Fünftklässler muss ebenso wie für die verbleibenden G8-Schüler noch eine Lösung gefunden werden: „Die dürfen nicht das Gefühl bekommen, sie seien die erfolglosen Versuchskaninchen“, so Seedig. Im Übrigen wolle man an der Christian-Rauch-Schule nicht einfach nur zum alten System zurückkehren, sondern die Errungenschaften der vergangenen Jahre weiter nutzen. Die abgespeckten Lehrpläne dürften nun nicht wieder vollgestopft werden. Der gewonnene Freiraum müsse für bessere Lernbedingungen genutzt werden. Vor allem die Entlastung der Nachmittagsstunden komme den Schülern unmittelbar zugute.Die von der Politik angebotene Variante, bei der G8 und G9 unter bestimmten Voraussetzungen parallel angeboten würden, sei für die vergleichsweise kleine Christian-Rauch-Schule wenig praktikabel. Dies umso mehr als es auch noch einen bilingualen und musikalischen Zweig in jedem Jahrgang gebe. Damit würde die Verwirrung einfach zu groß. Dennoch wolle man besonders begabten Schüler auch in Zukunft die Möglichkeit geben, einen Jahrgang zu überspringen. Das sei ja auch jetzt schon etwa bei längeren Auslandsaufenthalten möglich. Der großen Masse aber biete das um ein Jahr längere G9 bessere Fördermöglichkeiten. (es)

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