Volkmarsen

Ringen um Hilfe für den Mädchenbus

- Volkmarsen-Ehringen (sim). Der Mädchenbus Nordhessen begleitet Ehringer und Herbser Mädchen durch Kindheit und Pubertät: seit mittlerweile zwölf Jahren rollt das mobile Präventionsprojekt viermal im Jahr in Nordwaldeck an.

Fast so lange kennen Andrea Kohl und ihre Kolleginnen manche ihrer Schützlinge im Raum Volkmarsen. „Einige schauen auch mit 18 Jahren noch vorbei“, freut sich Diplom-Sozialpädagogin Andrea Kohl, die den kleinen Verein vor 14 Jahren mitbegründet hat. Der Mädchenbus Nordhessen bietet ein einzigartiges mobiles Beratungs- und Betreuungsangebot für Mädchen von acht bis 18 Jahren. Der Schwerpunkt liegt auf den kleinen Dörfern mit wenig Angeboten für Jugendliche. Neben Ehringen und Herbsen werden rund dreißig nordhessiche Orte betreut.

Pro Jahr kommen mehr als 3500 Mädchen in den Bus. Für alle Mädchen stehen die Mitarbeiterinnen auch telefonisch jederzeit als Ansprechpartnerinnen bereit.Andrea Kohl hofft, dass dies noch lange so bleibt. Denn die auf wackligen Beinen stehende Finanzierung stellt die beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen jedes Jahr vor das immer gleiche Problem. Zur Fortsetzung der Arbeit ist der Mädchenbus auf Spenden und Stiftungsmittel angewiesen. Seit 2004 wird der als freier Jugendhilfe-Träger gegründete Verein nicht mehr vom Land Hessen und den drei befahrenen Landkreisen Waldeck-Frankenberg, Kassel und Schwalm-Eder finanziert. Mehr in der gedruckten Ausgabe.

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