Letzte Aufträge für Strandbad Twistesee

Rutschen durchs Rohr

Bad Arolsen-Wetterburg - Das scheint gewöhnungsbedürftig zu sein: Erstaunt nahmen Mitglieder des Planungsausschusses zur Kenntnis, dass die neue Rutsche am Strandbads des Twistesees zunächst sechs Meter durch ein Rohr führt.

Die Diskussionen über die Gestaltung und die Finanzierung des gut zwei Millionen Euro teuren Strandbads im Rahmen des Stadtumbaus sind in zahlreichen Protokollen aktenkundig geworden. Die Anschaffung einer neuen Rutsche lieferte in der jüngsten Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschusses ebenfalls Gesprächsstoff. Für rund 43 000 Euro soll die knapp 13 Meter Lange und über 3,50 Meter hohe Rutsche angeschafft werden. Eine Verteuerung um 2400 Euro wird durch den Fallschutz an der Zustiegsleiter verursacht. Doch auch diese Mehrkosten können wie die bisherigen Kostensteigerungen durch „Verschiebungen“ bei der Finanzierung des Strandbads aufgefangen werden. So bleibebn die Kosten insgesamt im vorgegebenen Rahmen, wie auch Architekt Arno Puy gegenüber der WLZ betonte. Die Ausschussmitglieder „fremdelten“ indessen mit der neuen Rutsche: So soll noch mal bei dem Hersteller nachgefragt werden, wie teuer eine Röhre mit einem Meter Durchmesser käme. Das als Standard geltende 80 cm starke Rohr wird etwa von Thorsten Reuter (FWG) als relativ knapp bemessen für Jugendliche oder Erwachsene bewertet, die mit ihrem Kind zum Strand rutschen wollen. „Ich dachte bei der Vorstellung des Planes ich sei in einem anderen Film“, brachte Carlos Vicente (CDU) das allgemeine Staunen über die weitgehend geschlossene Bauweise des Spielgerätes zum Ausdruck. Doch aus Gründen des Unfallschutzes, der bei öffentlichen Anlagen nun einmal strenger beäugt wird, gibt es dazu offensichtlich keine Alternative. (ah)

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