Innensanierung der Landauer Stadtkirche Thema bei Gemeindeversammlung am Sonntag

Samstags zur Kirchenbaustelle

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Bad Arolsen-Landau - In Atem hält die Kirchensanierung etliche Landauer in buchstäblichem Sinne: Seit November bringen es ehrenamtliche Helfer auf mehr als 400 Stunden an Eigenleistung. Wie es weitergeht mit der Sanierung ist Thema bei einer Gemeindeversammlung am Sonntag.

Im Rathaussaal findet die Versammlung am 21. April ab 15 Uhr statt, denn die Kirche ist eine Baustelle. Nachdem im November der Altarraum leer geräumt worden war, hat im Februar die „heiße Phase“ begonnen. Mehr als 40 Namen umfasst die Liste der Helfer, von denen einige jedes Wochenende mit angepackt haben.

Die Bänke und Podeste sind verschwunden, ein Teil der alten Sandsteinplatten liegt gestapelt am Südportal.

Neue Kanäle für die Heizung machten es nötig, Sole zu betonieren, Mauern zu ziehen und die Kanäle mit Beton wieder zu verschließen.

Inzwischen ist auch schon Schotter im Mittelschiff eingebracht für den nächsten Schritt: das Verlegen der alten und neuer Sandsteinplatten.

Norbert Rennert zeichnet für die Koordination der Arbeitskräfte verantwortlich, spricht Woche für Woche gezielt potentielle Helfer an.

Einen Anteil am reibungslosen Baufortschritt haben nicht zuletzt Landauer Gastronomen und Geschäftsleute, die schon mehrmals mithilfe von tatkräftigen Frauen für’s leibliche Wohl gesorgt haben. Sehr beeindruckt von der immensen Eigenleistung zeigte sich der Leiter der Stabsstelle Ländlicher Raum im Kreishaus, Dr. Jürgen Römer, bei einem Besuch vor kurzem in der Bergstadt.

„Wir haben eine wunderschöne, besondere Kirche, die alle Anstrengung lohnt“, sagt Pfarrer Christian Rehkate, der auf großes Interesse am Sonntag bei der Gemeindeversammlung hofft.

Denn hier geht es vor allem darum, die Planungen für den neu zu gestaltenden Kirchenraum vorzustellen - möglichst anschaulich mit Power-Point-Präsentation. Anschließend ist Raum für Diskussion.

Kompetente Gäste sind geladen und tragen zu umfassender Information bei: Jürgen Schimmelpfeng vom Architekturbüro Müntinga+Puy und Probst Helmut Wöllenstein, der über das Thema „Evangelische Kirche zwischen Traditionsgebundenheit und Zukunftsoffenheit“ sprechen wird.

Eingeladen ist hierzu auch Oberkonservator Dr. Bernhard Buchstab von der Denkmalpflege.

In sein Ressort fällt die Entdeckung wertvoller Fliesen im Altarraum, die zwischen 1877 und 1900 hergestellt worden sind. Auch dazu gibt es Informationen.

Formell eingeladen zu dieser Gemeindeversammlung sind alle konfirmierten Gemeindemitglieder. Willkommen sind aber alle, die an der Innensanierung der Kirche interessiert sind.

Wer bei der Kirchensanierung mit anpacken oder sich mit um die Bewirtung kümmern möchte (Kuchen backen), wird gebeten, sich bei Norbert Rennert (Ruf 263) zu melden.

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