Nordvariante II soll Belastung im Ortskern reduzieren, ohne andere Anwohner zu belasten

BI schlägt Umgehungstrasse für Berndorf vor

Twistetal-Berndorf - Die BI für den Bau einer Berndorfer Umgehung setzt sich für die Nordvariante II ein.

Die BI für den Bau einer Berndorfer Umgehung setzt sich für die Nordvariante II ein. Twistetal-Berndorf. Dazu Daniel Spratte: „Nach intensiven Überlegungen innerhalb der Bürgerinitiative haben wir uns dazu entschlossen, eine Empfehlung für eine Umgehungsstraßentrasse abzugeben.“ Durch die Bündelung mit der Bahntrasse würden natürliche Verhältnisse nur minimal beeinträchtigt Die Anbindung der K77 nach Helmscheid und der L3297 nach Mühlhausen sei ohne eine zusätzliche Durchfahrung Berndorfs möglich Ein ausreichender Schallschutz könne an allen Abschnitten eingehalten werden, keine bebauten Gebiete würden betroffen. Voraussichtlich würden auch keine Siedlungs- und Gewerbeflächen beeinträchtigt. Waldflächen seien nicht betroffen. Die Bürgerinitiative wünsche sich Unterstützung durch die politischen Gremien der Gemeinde Twistetal. Der Verkehr in der Ortsdurchfahrt würde deutlich vermindert, ein großes Gefahrenpotenzial wäre damit eingedämmt. Städtebauliche Veränderungen würden möglich, „weg vom Autobahnflair - hin zur Dorfidylle“ erklärt Spratte. Ein normales Dorfleben mit Treffen auf und an der Straße sowie Unterhaltungen in normaler Lautstärke seien möglich. Die Lärm- und Schadstoffbelastungen an der alten Trasse würden deutlich verringert.. An der neuen Trasse seien die Belastungen im Vergleich zur derzeitigen Situation deutlich geringer. Lärmschutzmaßnahmen wie Lärmschutzwände, Versenkung der Straße in einen Trog oder andere bauliche Maßnahmen könnten die Belastungen auf ein Minimum reduzieren, heißt es in der BI-Erklärung weiter. „Die Belastungen hier werden wirklich erträglich sein. Wer dies nicht glaubt, sollte sich in Bad Arolsen, Bad Wildungen, Korbach, Schmillinghausen oder anderen Orten mit Siedlungen an der Umgehungsstraße selbst einmal einen Eindruck verschaffen. Auch der Schadstoffausstoß wird deutlich vermindert, da die Fahrzeuge im idealen Drehzahlbereich fahren können und auch keine Zusatzbelastungen durch abbremsen und anfahren entstehen.“ Der Anschluss der Landesstraße an die Umgehungsstraße fördere die Erschließung des nördlichen Kreisgebietes. Über den Zeitgewinn würde sich besonders der Schwerlastverkehr freuen und damit die Industrie. Durch die Trebnnung verschiedener Verkehrsarten verbessere sich die Verkehrssicherheit. Befürwortende Aspekte für eine Ortsumgehung könnten auch dem Teilraumkonzept Twistetal-Berndorf (Stadtumbau Nordhessen) entnommen werden, erstellt 2009 von Dipl.-Ing. Susanne Engels von Wohnstadt Stadtentwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft Hessen mbH. Ohne Ortsumgehung wird ein lebenswertes Leben in Berndorf durch zunehmenden Verkehr mehr und mehr unmöglich, Berndorf werde in jedem Fall Schlusslicht sein, da hier noch nicht einmal eine Ortsumgehung in Planung sei. Aus diesem Grund setzt sich die Bürgerinitiative B 252-Berndorf für die Aufnahme der Planungen und den Bau einer Ortsumgehung ein.Die B 252 werde als Nord-Süd-Achse genutzt. Auch für diese Fahrzeuge sei die A 49 keine Alternative. Mit jeder fertig gestellten Ortsumgehung werde die B 252 für die Autofahrer deutlich interessanter, da sie kürzer sei als die Autobahn. Je weniger Ortschaften zu durchfahren seien, desto schneller werde das Ziel erreicht. (r)

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