Wasserverband Diemel plant für dieses Jahr Renaturierung der Twiste bei Braunsen

Schlamm wird Einhalt geboten

Braunsen - Bad Arolsen-Braunsen (r). Mit der momentan laufenden Ausbaggerung wird das Volumen des bis zum vergangenen Winter stark verlandeten Twistesee-Vorstaus erheblich vergrößert.

Dabei kommt das Frostwetter der Firma Wachenfeld aus Korbach sehr gelegen, die Arbeiten westlich der Vogelschutzinsel wären bei Matschwetter trotz der angelegten Schottertrassen in dem unter Naturschutz gestellten Gewässer mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Der Hessische Wasserverband Diemel hat als Betreiber der Twistetalsperre den Aushub und die Entsorgung von 7500 Kubikmetern Sediment aus dem Bereich des Oberlaufs in Auftrag gegeben. Bis zum Beginn der Brutzeit Ende März müssen die Arbeiten abgeschlossen sein. Doch dann dürfte der überwiegende Teil der unmittelbar im Vorstau laufenden Arbeiten erfolgreich bewältigt worden sein. „Wir wollen das erreichte Niveau halten und nicht wieder 20 Jahre warten, bis wieder Schlamm in den See geschwemmt wird“, betonte Bürgermeister Jürgen van der Horst gestern Mittag bei einer Inspektion der Arbeiten.Für dieses Jahr hat der Wasserverband Zuschüsse für Renaturierungsarbeiten am Oberlauf der Twiste beantragt. So sollen Sohlgleiten angelegt werden, die die Ausschwemmung in Richtung Vorstau behindern. Die für die Baggerarbeiten angelegten Fahrstraßen erfüllen eine ähnliche Funktion, wie Geschäftsführer Rolf Enders dazu erläuterte.

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