Jungtier an der Straße gefunden

Schleiereule gerettet

Volkmarsen-Külte. - Direkt an der Landstraße von Külte nach Herbsen saß am Mittwochnachmittag eine junge Eule. Einer Spaziergängerin fiel das apathische Jungtier auf.

Sie informierte den Jagdaufseher Franky Gysen, der ebenfalls feststellte, dass die kleine Schleiereule geschwächt wirkte und offenbar nicht von Elterntieren versorgt wurde. Außerdem drohte ihr der Straßentod. Gysen nahm den Vogel mit nach Hause und informierte Wilfried Limpinsel, der in Essentho eine Auffang- und Ausgewöhnungsstation für Eulen unterhält. Der setzte sich sofort in sein Auto und machte sich auf den Weg nach Külte. „Das ist ja tatsächlich eine Schleiereule“, freute sich der Eulenspezialist und meinte, das Tier wirke zwar leichtgewichtig, würde aber voraussichtlich überleben. Notfalls werde mit einer Vitaminspritze nachgeholfen. Dies sei die erste Schleiereule, die ihm seit zwei Jahren übergeben wurde, meinte Limpinsel. Er mache sich um den Bestand Sorgen, zumal wieder ein gutes Mäusejahr sei. Zwei Steinkäuze und zwei junge Uhus werden derzeit in Essentho aufgepäppelt. Dort werden alle Raubvögel vor der Freilassung mit einem Ring der Vogelwarte Helgoland versehen, um weitere wissenschaftliche Erkenntnisse über das Verhalten der Wildvögel zu gewinnen. Zur Eulenaufzucht ist fundiertes Fachwissen nötig. Die Bestände sind bedroht, und alle Eulenarten stehen unter Naturschutz. (ugy)

Kommentare