Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ kommt in Rhoden langsam voran

Schloss und Altstadt bleiben im Fokus

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Schloss und Altstadt in Rhoden fest im Blick: Hauptamtsleiter Claus Wetekam, Planerin Susanne Engelns und Bürgermeister Elmar Schröder.

Diemelstadt-Rhoden - Ob Einheimische, Geschichtsfreunde oder Kommunalpolitiker: Sie alle haben die Zukunft von Schloss und Altstadt in Rhoden fest im Blick. „Wir kommen voran“, verkündet Bürgermeister Elmar Schröder.

„Wir waren den ganzen Sommer über für das Schloss im Einsatz“, berichtete Diemelstadts Bürgermeister Elmar Schröder im Stadtparlament und hob dabei besonders die zuletzt erreichte Einigung mit dem Energieversorger EWF hervor. Aber auch der Einsatz von Architekturstudenten und der gelungene Mittelalterliche Markt seien förderlich für die Belebung der Altstadt gewesen. Nun mache man sich in Abstimmung zwischen Kirche, Domanium und Stadt an die Planung des Schlossplatzes.

Im Schloss selbst stünden nun die Chancen gut, dass die EWF-Tochter VEW, die sich mit der Entwicklung und Umsetzung von Konzepten in dem Bereich der erneuerbaren Energie beschäftigen wird, die zweite Etage des Schlosses für Bürozwecke anmieten werde. Einen entsprechenden Beschluss habe der Aufsichtsrat am 10. September gefasst. Die Übernahme des gesamten Schlosskomplexes durch die EWF-Tochter sei nicht machbar, berichtete Schröder weiter.

Umso größer sind nun die Hoffnungen, die in das För-derprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ gesteckt werden. Zwar liegt das Schloss außerhalb des Fördergebietes, weil das Gebäude sonst einen zu großen Anteil der Förder-mittel aufsaugen würde, dennoch könne das Ensemble vom Förderprogramm profitieren, wie Susanne Engelns, die vom Magistrat beauftragte Mitarbeiterin des Projektträgers NH „Projektstadt“, berichtete. Zunächst aber müssten in einer umfangreichen Voruntersuchung die städtebaulichen Missstände belegt wer-den. Der hohe Sanierungsbedarf für das Schloss würde den Rahmen jedes Förderprogramms sprengen. Hier ist der Eigentümer, die Domanialverwaltung, gefordert.

Auch im Schlosspark gibt es Sanierungsbedarf. Stützmauern geben nach, Wege müssen wieder hergestellt werden. Erhaltenswert sei auch der sogenannte Potthof, der immer schon die Gärten für die Häuser der Langen Straße beherbergte.

Zum Sanierungsgebiet gehört auch der alte Bauhof am Kuhweg. Hier müsste der Abbruch finanziert und eine Neuordnung der Fläche orga-nisiert werden.

Die Untere Wasserbehörde mahnte an, den verrohrten Rhoder Bach wieder freizu-legen. Im Bereich Lustgarten ist der Sanierungsbedarf gering. Hier gibt es nur Mauern, die an den Fürstlichen Garten erinnern.(es)

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