Sanierung im Denkmalschutz in Rhoden

Schlossplatz wird neugestaltet

Diemelstadt-Rhoden - Die Bauarbeiten unterhalb des Schlosses Rhoden liegen auch nach dem teilweisen Einsturz einer Sandsteinmauer im Plan.

Der Einsturz wenige Wochen nach dem Beginn der Bauarbeiten untermauerte im wahrsten Sinne die Wichtigkeit der Verbotsschilder und des Bauzaunes, mit denen das Baugelände weiträumig vor Unbefugten abgeriegelt wird. Dennoch, so Bauamtsmitarbeiterin Erika Melcher, halten sich Bürger nicht an die Absperrungen und befahren sogar die sicherheitshalber gesperrte Zufahrt zum Schloss. Ziel der Bauarbeiten im Rahmen der Stadtsanierung ist es, die Zufahrt zum Schloss zu verbessern, den Vorplatz neu zu gestalten, Parkplätze zu schaffen und die Ver- und Entsorgungsleitungen zu erneuern. Daher rührt auch der Umfang der Baumaßnahmen, deren Kostenvolumen mit 1,5 Millionen Euro veranschlagt wurde. Bis zum Schützenfest soll das in einem Architektenwettbewerb ermittelte Konzept umgesetzt werden. Die in Hartmannsdorf (Sachsen) ansässige Firma HBR baut die 45 Meter lange Mauer neu auf. Das ist notwendig, nachdem kurz vor Weihnachten ein Teil des Bauwerkes eingestürzt war. Fundament und Kern werden in Beton erstellt, nach außen hin präsentiert sich eine zum historischen Umfeld passende Sandsteinmauer. Dafür wird das Material der alten Mauer und von den inzwischen abgebrochenen Häusern im Burggraben verwendet. Die Mauer selbst ist mit einem Kostenrahmen von 257 000 Euro im Budget der Sanierung veranschlagt und wird ebenfalls im Zuge des städtebaulichen Denkmalschutzes gefördert.Die oberhalb gelegene Straße ist nun wieder für die Baufahrzeuge der Firmen benutzbar, deren Mitarbeiter im Schloss zu tun haben. Hinter dem Baugerüst präsentiert sich ein deutlich helleres Sandsteinmauerwerk, wie es in den vergangenen Jahrzehnten nicht zu sehen war. (ah)

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