WLZ-Praktikant Luca Lüther war im Motorsport außergewöhnlich erfolgreich

Schnell wie Schumi und Co.

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Der Volkmarser Luca Lüther bei einem Formel-BMW-Test im Jahr 2011.

Volkmarsen - Beim Begriff „Motorsport“ denken die meisten sofort an den siebenmaligen Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher oder an das deutsche Ausnahmetalent Sebastian Vettel.

Doch es gibt auch Motorsport im Kleinen, auf regionaler Ebene. Auch im Waldecker Land gibt es Motorsportclubs, bei denen sich meist alles um den Kartslalom dreht. So auch der MSC Volkmarsen, der einige Jahre lang an den Veranstaltungen in ganz Hessen teilnahm. Beim Kartslalom wird ein Pilonenparcours aufgebaut, den man mit dem Kart so schnell wie möglich, und fehlerfrei, durchquert.

Daneben gibt es aber auch noch eine andere, schnellere Variante des Kartsports, nämlich Rundstreckenrennen in ganz Deutschland, die der Formel 1 schon sehr nahe kommen. Diesen Kartsport betrieb der 17-jährige Volkmarser Luca Lüther sieben Jahre lang fast schon professionell mit einem hohen Engagement und einem enormen Zeitaufwand.

Wie seine Vorbilder Schumacher und Vettel saß auch er bereits mit vier Jahren das erste Mal im Kart und drehte auf der Kartbahn Büren seine Runden. Sein Ziel war es, in den bezahlten Motorsport zu gelangen, auf deren oberster Stufe natürlich die Formel 1 steht.

Nachdem er 2005 in den professionellen Kartsport eingestiegen war, wurde er bereits 2006 deutscher Meister in der Bambini-Klasse und galt als großes Talent. Er feierte einige Erfolge über die Jahre, fuhr unter anderem in dem renommierten Kartteam von Michael Schumacher, KSM-Motorsport (Kaiser, Schumacher, Muchow) und nahm im Jahr 2011 schließlich an Formel-Testfahrten teil, um den nächsten Schritt auf dem Weg in die Formel 1 zu wagen. Er fühlte sich von Beginn an in dem Formelfahrzeug wohl und überzeugte einige Rennstallbesitzer.

Doch den Einstieg in den Formelsport verhinderten eine plötzlich auftretende Krankheitsphase und die nicht vorhandene finanzielle Unterstützung durch Sponsoren, die unbedingt notwendig gewesen wäre, denn eine Rennsaison kostet leicht einen sechsstelligen Betrag.

„In den letzten Jahren ließen sich immer weniger Sponsoren auftreiben, was auch mit der Wirtschaftskrise zusammenhing“, so Lüther. Der Motorsport hat somit auch viel mit Politik und Finanzen zu tun und ist wahrlich keine Sportart wie andere.

Deshalb musste sich Luca zunächst einmal von seinen Karriereträumen verabschieden. Nun hofft der CRS-Schüler, der im kommenden Jahr sein Abitur bauen will, auf einen Seiteneinstieg über den Sportjournalismus oder das Sportmanagement.

Luca Lüther hat in den vergangenen beiden Wochen ein Praktikum in der WLZ-Redaktion absolviert.

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