Neues Projekt von ekom 21 und Stadt Volkmarsen

Schnelle Hilfe durch neues Internet-Werkzeug

Volkmarsen - Von der Wiege bis zur Bahre: Formulare, Formular. Mit dem Internetwerkzeug der ekom 21 will die Stadt Volkmarsen den Papierverbrauch eindämmen und vor allem den Bürgern online entgegenkommen.

ekom 21 und Stadt haben in den vergangenen zwei Jahren an einem in Nordhessen einzigartigen Projekt gearbeitet, das Verwaltungsvorgänge beschleunigen, sie durchsichtiger und vor allem für den Bürger als Steuerzahler und Finanzier solcher Internet-Tools effizienter gestalten will. ekom 21 - früher als Kommunales Gebietsrechenzenrum in Kassel bekannt - hatte nach einem Projektpartner in Nordhessen gesucht und in der Stadt Volkmarsen die passende Kommune für das Vorhaben gewinnen können. Tatsächlich nimmt die Kommune am Fuße der Kugelsburg eine Vorreiterrolle in Nordhessen ein, wie ekom 21- Geschäftsführer Ulrich Künkel gestern bei der Vorstellung des fertigen Produktes im Rathaus erklärte. „Wir haben Neuland betreten, sind aber bei der Stadt Volkmarsen auf eine sehr aufgeschlossene Verwaltung gestoßen“, berichtete Künkel. „Nicht jede Kommune verfügt über solche Kompetenz. Wir brauchen schon den Innovationswillen und die Bereitschaft einer Verwaltung, solche Werkzeuge im Online-Portal zu installieren und zur Praxisreife zu entwickeln.“ Seit der vergangenen Woche können Bürger schon drei verschiedene bürokratische Vorgänge bequem online erledigen oder zumindest die erforderlichen Anträge stellen: So ermöglicht der „Bürgerblick“ Anregungen, Beschwerden und Verbesserungsvorschläge direkt an den zuständigen Sachbearbeiter durchzustellen, wobei die Fachbereichsleiter und der Bürgermeister jederzeit den Stand der Bearbeitung abfragen können. Das kommt Hartmut Linnekugel unter anderem bei den Bürgersprechstunden zugute, die er seit seinem Amtsantritt vor 16 Jahren abhält und bei denen er auch direkt über die Erledigung von Vorgängen durch die Verwaltung informiert wird beziehungsweise selbst aufklären kann. Die beiden anderen Bereiche des „Fallmanagements“ betreffen das Beantragen von Plakatiergenehmigungen oder die Sperrung von Straßen oder Bürgersteigen bei Baumaßnahmen. Bis Ende 2014 können Bürger weitere Vorgänge, vom Fischereischein bis hin zum Bestattungswesen, online erledigen. Bei der nächsten Bürgermeisterdienstversammlung wolle er über das Projekt und dessen Vorzüge berichten, sagte Linnekugel. Anfragen zur Anwendung von civento 21 für das kommunale Fallmanagement gibt es inzwischen von der Stadt Fritzlar, wie Künkel ergänzte. Derzeit sei Volkmarsen die einzige Kommune in Nordhessen , die mit diesem Tool im Internet arbeite. „Das Ding funktioniert, wir haben es getestet“, versichert Büroleiter Jürgen Salokat. Die Vorgänge im Internet sind simpel gehalten. Die Antragsteller werden Schritt für Schritt durch das System unterstützt. Salokat bekräftigt, dass die Bürger umgehend informiert werden über den Eingang der Nachricht und die Mitarbeiter gehalten sind, die Bürger über den Stand der Bearbeitung auf dem Laufenden zu halten. Zur Unterstützung der Information können Bürger auch Fotos oder Skizzen hochladen. Schnittstellen bestehen bei kostenpflichtigen Anträgen zum Finanzwesen der Stadt.Neben civento 21 besteht weiterhin die Möglichkeit, über Telefon, Telefax oder per Brief sich bei der Stadt zu melden und Anträge abzuschicken. Die Hinweise der Bürger sind der Stadt sehr wichtig, wie Linnekugel betont. Letztlich komme die Kommune ein unentdeckter Schaden teurer zu stehen, wenn er nicht rechtzeitig erkannt und abgestellt werde. (ah)

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