Volkmarsen

So schön kann Militärmusik sein

- Volkmarsen (sim). Ihr grandioser Ruf ist den musizierenden Soldaten vom Kasseler Heeresmusikkorps 2 vorausgeeilt. Fast 450 Menschen kamen am Mittwoch in die Nordhessenhalle.

Was das Publikum dann im Laufe der zweieinhalb Konzertstunden geboten bekam, hat die Erwartungen um ein Vielfaches überflügelt. Zackige Militärmärsche, Rock-Pop-Medleys, Filmmusik, Mexikanisches, Klassik und eine Operettenouvertüre präsentierten die Heeresmusiker so flott und professionell, dass es die Gäste akustisch förmlich von den Sitzen fegte. Hätte sich nicht manchmal ein Luftgeräusch von Flöte oder Klarinette in die perfekte Klangkulisse geschlichen, man hätte kaum glauben mögen, dass diese Musik gerade vor den eigenen Augen und Ohren entsteht. „Ein vielseitiges Programm mit Überraschungen und Showelementen“ hatte Oberstleutnant Reinhard Kiauka zu Beginn versprochen. Für offene Münder sorgten etwa die „Fantastischen 4“, die in diesem Fall keine Rapsongs, sondern atemberaubende Schlagzeugakrobatik boten. Die beiden Hauptfeldwebel Anika Hanses und Thorsten Seifert machten bei diversen Filmsongs eine gute Figur. Den Vogel schoss aber Hauptfeldwebel Patrick Blume ab, der den wilden „Klarinettenmuckl“ an der Solotuba gab. „So schön kann Volksmusik sein“, rief der lebhaft agierende Dirigent dem rasend applaudierenden Publikum entgegen. So schön kann Militärmusik sein, fanden die Zuhörer und erklatschten sich noch zwei Zugaben.

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