Diemelstädter Straßen werden durch Messbilder bewertet

Schröder: „Enormer Investitionsstau“

Bürgermeister Elmar Schröder (r) informierte sich über die Arbeitsweise des Messfahrzeuges, das den Straßenzustand genau dokumentiert. Foto: pr

Diemelstadt - In den kommenden Tagen wird ein orangefarbenes Messfahrzeug auf Diemelstadts Straßen unterwegs sein. Der Wagen ist mit vielen Kameras und noch mehr moderner Technik im Inneren ausgerüstet. Die Kameras sind ausschließlich auf die Fahrbahn ausgerichtet. Ihr Augenmerk liegt allein auf dem Straßenzustand. So können die fi­nanziellen Mittel zur Reparatur zielgerichteter eingesetzt werden.

Die „Straßengutachter“ dokumentieren im Auftrag des Präsidenten des Hessischen Rechnungshofs und zum Nutzen von Land und Kommunen den Zustand der Straßen. Spurrinnen, Schlaglöcher, Buckel, „Netzrisse“ und „Ausmagerungen“ werden durch Einzelfotos festgehalten und ausgewertet. Fortan ist damit auf einen Blick erkennbar, auf welcher Straße die Bautrupps am dringends­ten anrücken müssen.

Bürgermeister Elmar Schröder hatte sich in seiner Paderborner Zeit intensiv mit dem Thema Straßenzustandskataster beschäftigt und auch seine Masterthesis 2011 im Fach Business Administration hierzu geschrieben.

Bei der Besichtigung des Messfahrzeugs, das auf Diemelstadts Straßen unterwegs war, stellte Schröder fest: „Ich war zunächst sehr skeptisch, ob wir in Diemelstadt bei den zahlreichen Baumaßnahmen, die in 2015 und 2016 anstehen, Zeit für eine vergleichende Prüfung des Landes haben. Allerdings freue ich mich, dass wir diese Zustandsdaten nun kostenlos bekommen. Leider wissen wir auch, dass uns der enorme Investitionsstau im Infrastrukturbereich bei Wasser, Kanal, Straße und Internet keinen Raum für intelligente Modellrechnungen lässt. Wir müssen mit dem vorhandenen Geld möglichst viele Sofortmaßnahmen umsetzen, die keinen Aufschub zulassen, und die nächsten Jahre sind so mit den dringendsten Maßnahmen bereits verplant.“(r)

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