CRS-Schülervertretung organisiert Demonstrationszug

Schüler wollen mehr Lehrer

CRS-Schülerdemo zur geplanten Lehrerzuweisung. Foto: Sandra Simshäuser

Bad Arolsen - Mit einem Protestzug durch die Innenstadt haben Christian-Rauch-Schüler gegen eine Reduzierung der Stellenzuweisung an hessischen Schulen protestiert.

Trillerpfeifen, Warnwesten und Plakate: mit dem, was gestern wie ein zweiter Abiumzug wirkte, machten mehrere hundert Gymnasiasten ihrer Unzufriedenheit Luft. „

Wir wollen ein starkes Signal in Richtung Wiesbaden senden“, erklärten die CRS-Schulsprecher Bahadir Batan und Joran Sager bei der von der Schülervertretung angestoßenen Protestaktion.

Weniger Kurse in Oberstufe

Der Hintergrund: Hessenweit sollen im kommenden Jahr 300 Lehrerstellen an Grundschulen und in der gymnasialen Oberstufe eingespart werden. Für die Christian-Rauch-Schule heißt das im Klartext, dass im kommenden Schuljahr eine halbe Lehrerstelle wegfällt.

Insbesondere für den Oberstufen-Unterricht befürchtet die Schülervertretung nun Nachteile wie größere Kursgrößen oder Kurse, die gar nicht mehr zustande kommen.

„Im Moment läuft´s noch gut, aber im nächsten Jahr wird das auf jeden Fall zu spüren sein“, unterstrich Bahadir Batan. Setze das hessische Kultusministerium den eingeschlagenen Kurs fort, werde das zu Lasten der Schüler gehen, ist der Schulsprecher überzeugt.

Pakt für den Nachmittag

Verstärkung erhielten die Gymnasiasten von mehreren SPD-Kreistagsmitgliedern sowie von Juso-Kreisvorsitzender Katharina Kappelhoff, die sich auf der Rednertribüne den Forderungen der Schüler anschloss. Auch der stellvertretende Landesschulsprecher Arnusch Aras, der staubedingt mit Verspätung eintraf, unterstützte die Forderungen der Christian-Rauch-Schüler.

Diese fordern eine bessere Bildung in Hessen durch den Ausbau der Stellenzuweisung und einen verpflichtend dreistündigen Unterricht in den Oberstufen-Grundkursen.

Auch solle kein Bildungsbereich gegen einen anderen ausgespielt werden. Damit bezieht sich die Schülervertretung auf die Förderung von Inklusion und den Pakt für den Nachmittag, mit dem das Kultusministerium die Reduzierung der Stellenzuweisung an Grundschulen und Gymnasien begründet.Die Leitung der Christian-Rauch-Schule steht hinter der Protestaktion kurz vor den Sommerferien.

Mit den von den Schulsprechern angesprochenen Problemen sieht sich Rektorin Cornelie Seedig bereits bei der Erstellung der Lehrpläne konfrontiert.

Nicht zuletzt aus diesem Grund findet es die Schulleiterin „gut, dass die Schüler zu ihren Ansichten stehen“.

Die Schülervertretung habe die Aktion ganz allein auf die Beine gestellt und in allen Klassen an die Schüler appelliert, den Protest ernst zu nehmen. Das sei auch ein Stück weit „gelernte Demokratie“.

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