Gottesdienst unter freiem Himmel · Ausflug in die Stadtgeschichte

Schützen schreiten Grenzen ab

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Jung und alt beteiligten sich am Ausmarsch der Schützengesellschaft und dem Gottesdienst unter freiem Himmel. Foto:

Diemelstadt-Rhoden - Beim Schnadezug der Schützengesellschaft 1560 Rhoden wurde der Grenzabschnitt zwischen Rhoden und Wrexen abgegangen. Bei herrlichem Sonnenschein trafen sich zahlreiche Schützenbrüder, Frauen und Kinder an der Stadtkirche.

Unter dem Kommando von Bataillonskommandeur Lothar Melcher und angeführt vom Spielmannszug sowie der Schnadefahne der Schützengesellschaft führte der Weg über das Gewerbegebiet an der Autobahn bis zur Steinmühle.

Zwischen der Steinmühle und dem Steinberg vor Wrexen wurden bereits die ersten vier Grenzsteine angelaufen und kontrolliert, bevor es weiter zur Huxmühle ging.

Vor 400 Jahren wurden die herrschaftlichen Gestattungsurkunden zum Mühlenbau an der Huxmühle erstellt, wie der Vorsitzende der Schnadekommission, Walter Bracht, berichtete, Vorläufer war eine Kupferhütte, die das ortsnah geschürfte Erz verarbeitete.

Nach einem Gottesdienst von Pfarrerin Claudia Engler unter Mitwirkung des Posaunenchores und des Männergesangvereins „Concordia“ stärkten sich die Schnadegänger bei einem Frühstück.

Der stellvertretende Vorsitzende der Schützengesellschaft, Claus Wetekam, begrüßte die zahlreichen Schnadezugteilnehmer, darunter das amtierende Königspaar Reinhold und Heidi Polzer, Kinderkönig Philipp Gräbe, Bürgermeister und Major Elmar Schröder und eine Abordnung der Schützengilde Wrexen mit Schützenkönig Klaus Sinemus­ an der Spitze.

Nach dem Frühstück wurde der Streckenabschnitt entlang der Grenze zwischen Rhoden und Wrexen von der Huxmühle über den „Papenwinkel“ und das „Meer“ bis zum „Hilkenhohl“ abgewandert. Walter Bracht gab den Schnadegängern geschichtliche Informationen.

Auf einer Gesamtlänge von elf Kilometern wurden insgesamt acht Grenzsteine angelaufen. Viele Schnadezugteilnehmer wurde durch das Stutzen mit dem Grenzverlauf vertraut gemacht.

Der Schnadezug fand seinen Abschluss mit einem gemütlichen Beisammensein im Walmestadion. Für Speis und Trank hatte die IV. Kompanie unter der Regie von Hauptmann Jürgen Pawelzig gesorgt. (cw)

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