Sorge in Volkhardinghausen und Landau um die Zukunft des Schulbusverkehrs

Schulbusse nicht immer wirtschaftlich

Bad Arolsen - Landau - Mit sinkenden Schülerzahlen könnte der Einsatz von Bussen für die Schülerbeförderung durch den Schulträger als unwirtschaftlich eingestuft werden, so die Sorge einiger Eltern.

Das Hessische Schulgesetz sieht in solchen Fällen vor, dass Eltern mit der Organisation des Fahrdienstes betraut und dafür nach dem hessischen Reisekostengesetz mit 22 Cent pro Kilometer entschädigt werden können. Doch auf diese privat organisierten Fahrdienste können die Volkhardinghäuser Eltern gerne verzichten.

Entwarnung kam jetzt aus dem Kreishaus. Es habe tatsächlich eine Verschiebung bei den Schülerzahlen gegeben, so Kreissprecher Hartmut Wecker. Allerdings sei das Schulverwaltungsamt vorläufig auch bereit, den Schulbus für nur fünf statt wie vorgeschrieben sechs Kinder zu finanzieren.

Schließlich wolle man auch die betroffenen Eltern nicht übereilt vor vollendete Tatsachen stellen. Mittel- und langfristig aber müsse man die Schülerzahlen weiter im Auge haben und immer wieder neu prüfen, ob der Schülertransport noch wirtschaftlich organisiert sei.

Dr. Jürgen Römer von der Stabsstelle für den ländlichen Raum im Kreishaus weiß, dass die Mobilitätssicherung in den Dörfern ein großes Thema gleichermaßen für die ganz Jungen und die Alten ist.

Von Schülern habe er schon den Vorschlag gehört, den Busverkehr in den Dörfern bis auf die Schulbusse ganz zu streichen. Nachmittags seien die Busse ohnehin selten ausgelastet. Dann sei es besser, mehr Anruf-Sammel-Taxen bereitzuhalten.

Tatsächlich müsse es das Ziel sein, die Dörfer besser an die Mittelzentren anzubinden. Kleinere Einheiten wie Kleinbusse oder Taxen seien im Einzelfall günstiger und flexibler als große Linienbusse. Das Thema stehe ganz oben auf der Agenda, so Dr. Römer. (es)

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