Elf Schulen in der Region waren in diesem Jahr schon Ziel einer Einbrecher-Bande

Mehr Schaden als Beute

+
Einbrecher haben in der Christian-Rauch-Schule und in zehn weiteren Schulen der Region großen Schaden angerichtet.

Bad Arolsen/ Wolfhagen. Eine Bande organisierter Krimineller hat sich offenbar auf Einbrüche in Schulen spezialisiert. Seit Anfang Januar richteten Einbrecher nach Polizeiangaben in bisher elf Schulen in der Region eine Spur der Verwüstung an.

Zuletzt wurde in der Nacht zum Mittwoch der Schultresor in der Zierenberger Elisabeth-Selbert-Schule leer geräumt. Allein am vergangenen Wochenende waren sechs Schulen betroffen:

In der Nacht zum Samstag brachen sie in die Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule ein, in der darauf folgenden Nacht in die Berufsschule und die Christian-Rauch-Schule in Bad Arolsen und in der Nacht zum Dienstag waren die Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule, die König-Heinrich-Schule und die Ursulinenschule in Fritzlar Ziel der unbekannten Täter.

In den zwei Wochen vorher wurde in die Kugelsburgschule in Volkmarsen, die Schlossbergschule in Rhoden, die Brüder-Grimm-Schule in Hofgeismar und die Anne-Frank-Schule in Fritzlar eingebrochen.

Die Vorgehensweise ist bei allen Einbrüchen ähnlich: Die Eindringlinge richten hohen Sachschaden an, lassen Wertgegenstände wie Computer und Laptops meist unberührt und sind fast ausschließlich auf der Suche nach Bargeld. Leer geräumt wurden in den meisten Fällen die Schultresore. Dies führt dazu, dass der durch den jeweiligen Einbruch angerichtete Sachschaden den Stehlschaden bei weitem übersteigt. 

 Extremstes Beispiel ist die Filchner-Schule. Hier wird der Schaden inzwischen auf 100 000 Euro geschätzt. Laut Schulleiter Ludger Brinkmann haben die Täter aber nur knapp 1500 Euro erbeutet. Einen Teil des Geldes hoben sie noch in der Nacht mit der gestohlenen Bankkarte der Schule ab.

An der Christian-Rauch-Schule in Bad Arolsen wundert sich Schulleiterin Cornelie Seedig, warum es weder Passanten oder Nachbarn aufgefallen ist, dass die halbe Nacht lang viele Lampen in den Fluren und Büros ausgeschlagen wurden, die zuvor vom Bewegungsmelder eingeschaltet wurden. (bea/es)

Kommentare