Dieter Bark gelingt bei Kontrolle Foto von Zwergspitzmaus in Twistetal

Seltener Schnappschuss im Nistkasten

Dieser seltene Schnappschuss einer Zwergspitzmaus gelang Dieter Bark bei einer Nistkastenkontrolle im Forstrevier Twiste.

Twistetal - Das kleinste Säugetier Deutschlands - diesen seltenen Fund machte der pensionierte Forstmann Dieter Bark (Mengeringhausen) in seinem ehemaligen Revier bei Twiste.

Im Rahmen seiner regelmäßigen Nistkastenkontrollen entdeckte er mit sehr großer Wahrscheinlichkeit eine Zwergspitzmaus. Letzte Sicherheit - so ein Artspezialist - ließe sich nur erbringen, wenn an einem toten Tier der Schädel vermessen werden könnte.

Maximal sechs Gramm bringt das Tier auf die Waage und hat eine Körperlänge vom Kopf bis zum Schwanzende von nur knapp fünf Zentimeter. Den Aufenthalt in einem Nistkasten - dieser hängt in nur zwei Meter Höhe stuft der Fachmann als bemerkenswert ein, da die Tiere sonst erdgebunden sind.

Die Bezeichnung Maus für die Familie die artenreiche Familie der Spitzmäuse ist biologisch gesehen falsch, denn trotz ihrer äußerlichen Ähnlichkeit mit Mäusen gehören sie nicht zu den Nagetieren, sondern zu den Insektenfressern.

Die Zwergspitzmaus lebt in Feuchtwiesen, Mooren und Mischwäldern. Sie ernährt sich vor allem von Insekten und Spinnen.

Dieter Bark, der im Naturschutzbund mitarbeitet, betreut zwischen Twiste und Mengeringhausen etwa 200 Nistkästen.

In diesem Jahr waren rund 90 Prozent aller Kästen besetzt, neun davon mit Haselmäusen, die ebenfalls keine Mäuse sind, sondern zu der kleinen Säugetierfamilie der Bilche gehören.

Die Gruppe der Kleinsäuger ist bisher in Waldeck-Frankenberg noch kaum erforscht. Dem NABU lagen bisher noch keine Meldungen dieser Art vor.

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