Hundeverein aus Volkmarsen besucht seit fünf Jahren montags Haus Kugelsburg

Senioren fühlen sich pudelwohl

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Hunde sind inzwischen gern gesehene regelmäßige Besucher im Haus Kugelsburg in Volkmarsen geworden.

Volkmarsen - Auf manche Gewohnheiten verzichten die Senioren im Haus Kugelsburg ungern: Dazu gehören die Montagsbesuche des Schäferhundevereins Volkmarsen.

Die Mienen der Männer und Frauen hellen sich zusehends auf, wenn Labradore oder Schäferhunde zielstrebig auf die betagten Bewohner zulaufen, um sich von den Senioren streicheln oder mit Leckerbissen füttern zu lassen. Mancher Bewohner hat ursprüngliche Vorbehalte gegenüber Hunden abgelegt und freut sich auf den vierbeinigen Gast.

Seit fünf Jahren besuchen Mitglieder des Schäferhundevereins das derzeit mit gut 70 Männern und Frauen aus der Region belegte Altenheim mit ihren vierbeinigen Begleitern. Viele Bewohner freuten sich, als sie die Hunde erblickten. Manche wollten aber auch mit den Hunden nichts zu tun haben.

„Die Besuche am Montagnachmittag sind wichtige Rituale für die Senioren“, berichtet Hausleiterin Christina Werner. Gerade für Menschen mit Demenz seien solche Begegnungen wichtig. Das Streichen durchs Fell oder umgekehrt das Gestubstwerden durch eine Hundenase erinnern die alten Menschen an einen eigenen Vierbeiner in Zeiten, die den alten Menschen noch am ehesten präsent sind.

Für die Bewohner sind die Hundebesuche eine willkommene Abwechslung im Alltag. Die Montagnachmittage ersetzen vielleicht nicht den Kontakt zu Angehörigen oder Bekannten, sie tragen aber dazu bei, die Stimmung der Menschen aufzuhellen.

Die Hunde sind aufgrund ihres Charakters und ihrer Erziehung gut für die Begegnungen geeignet, und wenn sie gefüttert werden, dann werden die Vierbeiner gleich zu dicken Freunden der Bewohner.

Der Verein mit seinen 60 Mitgliedern und gut 30 Hunden ist gerne der Anfrage der Heimleitung gefolgt. Etwa sechs Hunde werden montags in die Wohnanlage geführt. Dort werden sie dann schon sehnsüchtig erwartet. Eine Frau zog sogar ihre Mundharmonika heraus und spielte für ihren vierbeinigen Gast.

Für Peter Zander vom Hundeverein ist das Besuchsprogramm auch eine Möglichkeit, das Image der unter anderem im Schutzdienst und der Fährtenarbeit ausgebildeten Hunde aufzupolieren. Bei den Seniorinnen und Senioren sind die Hundefreunde jedenfalls mit ihren Begleitern inzwischen bestens angekommen. (ah)

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