Seniorenhilfe Kamerun sammelt Spenden für benachteiligte alte Menschen in Afrika

Solidarischer Impuls aus Arolsen für die Welt

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Alfred Hoffmann (l.) von der Bad Arolser Firma Innovative Qualifikation in der Altenpflege, ist ein international gefragter Berater in Sachen Altenpflege, so auch in China.

Bad Arolsen. Der Verein „Seniorenhilfe Kamerun“ hat eine Aktion „länderübergreifende Seniorensolidarität“ gestartet. Bei der Mitgliederversammlung ging es um die ärmlichen Lebensbedingungen älterer Menschen in den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.

2050 wird es nach Berechnungen der Vereinten Nationen erstmals mehr Menschen über 60 als Kinder unter 15 Jahren geben. „Die Alten sind die Verlierer in den Ländern der Dritten Welt“, urteilt der Bad Arolser Sozial-Gerontologe Alfred T. Hoffmann (66), Initiator und Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins „Seniorenhilfe Kamerun“. E

s ist der erste und bisher einzige Verein in Deutschland, der sich ausschließlich der Verbesserung der Lebenssituation alter Menschen in Entwicklungsländern widmet. „Die klassischen Hilfesysteme aller Industrieländer konzentrieren sich vorrangig auf Kinder, Jugendliche, Bildung oder die Folgen von Naturkatastrophen oder Epidemien. Aber nicht auf die bettelarmen und Not leidenden Alten“, sagt Hoffmann.

 In Zusammenarbeit mit einer Partnerorganisation in Kamerun hat es sich die „Seniorenhilfe Kamerun“ zur Aufgabe gemacht, armen älteren Menschen die Möglichkeit zu eröffnen, selbst aktiv und wertschöpfend tätig zu werden. Entsprechend den Fähigkeiten und Wünschen der Älteren werden Projekte zum Anbau und Verkauf von Kartoffeln, Pilzen, zur Produktion von Honig oder zur Herstellung von Kleidung aufgebaut.

Heute sind bereits erste seniorengetragene Arbeitskreise in Kamerun aktiv. Über die Kernaufgaben der Produktion wirken die Zentren vor allem auch als Orte der Begegnung, der nachbarschaftlichen Unterstützung sowie der sozialen und pflegerischen Betreuung.

Hintergrund der Aktion „länderübergreifende Seniorensolidarität“ ist die Einsicht, dass das Leben im Alter in Deutschland nicht nur auf die erfolgreiche eigene Lebensleistung zurückzuführen ist, sondern vor allem getragen ist vom Glück des „richtigen“ Geburtslandes.

Wäre man in einem Land der Dritten Welt geboren, dann würde es einem im Alter an fast allem fehlen, was man hierzulande für selbstverständlich erachtet. Kleinen Spenden helfen Mit der Aktion „länderübergreifende Seniorensolidarität“ will der Verein Senioren in Deutschland, die wirtschaftlich gut gestellt sind, aufrufen, ein Zeichen der Solidarität zu setzen.

Mit beispielsweise zehn Euro im Monat wird der eigene Lebensstandard kaum geschmälert, aber die Lebensperspektive ihrer mittellosen Altersgefährten immens verbessert. (r)

Nähere Information unter www.seniorenhilfekamerun.de

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