Grundschule Twiste beteiligt sich am Schülerbibliothek-Wettbewerb der WLZ

Sicher durchs weltweite Netz surfen

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Den sicheren Umgang mit sozialen Netzwerken im Internet hat sich die Klasse 3/4 der Grundschule Twiste, im Bild mit Klassenlehrerin Ute Schmidt-Frey, im Rahmen des Wettbewerbs „Schülerbibliothek“ erarbeitet. Auch eine großformatige „Medienlandschaft“ wurd

Twistetal-Twiste - Den richtigen Umgang mit Passwörtern, Postfächern und der „Chattikette“ haben die Twister Grundschüler der Klasse 3/4 in einem kreativen Unterrichtsprojekt gelernt.

Über zwei Wo-chen haben sich neun Mädchen und sechs Jungen gemeinsam mit Klassenlehrerin Ute Schmidt-Frey ihr „freundebuch.twiste.de“ erarbeitet. Den Anstoß zu dem Projekt hatte der von der Buchhandlung Schreiber, der Sparkasse Waldeck-Frankenberg und der Waldeckischen Landeszeitung ausgeschriebene Wettbewerb „Schülerbibliothek 2011/12“ gegeben. Als Schwerpunkt ihres Beitrags wählten die Twister Schüler den Umgang mit sozialen Netzwerken, der heute bereits im Grundschulalter eine große Rolle spielt.

Dass rund die Hälfte der beteiligten Dritt- und Viertklässler bereits in sozialen Netzwerken aktiv ist, hat den Ausschlag für das Thema gegeben. Was mit den Daten im virtuellen Netz nämlich so alles passieren kann, war den meisten Grundschülern kaum bis gar nicht bekannt. Mit Staunen haben die Mädchen und Jungs beispielsweise erfahren, dass alle eingegebenen Daten über Jahre gespeichert werden. Dieser Vorgang wurde mit dem „Freundebuch“-Projekt für jeden Schüler leicht verständlich gemacht. Zum „Chatten“ haben die Kinder ihre eigenen Postfächer gebastelt. Diese standen ihnen über den gesamten Projektzeitraum im Klassenraum zur Verfügung. Wie sichere Passwörter beschaffen sein müssen und was ein „Nickname“ ist, wurde ebenfalls geklärt. Besonders anschaulich wurde die Funktion des Servers dargestellt, dessen Rolle ein Schüler übernahm. Von jeder verschickten Nachricht wanderte eine Kopie in den Server, sprich, in eine große Dose, die sich mehr und mehr füllte. Thema war auch die Werbung im Internet, die ebenfalls im Rollenspiel erarbeitet wurde.

Von Viren und Würmern

Begleitend dazu trugen die Schüler in ihren „Medientagebüchern“ täglich alle von ihnen genutzten Medien vom Buch bis zum Computer ein. Gestaunt haben dabei vor allen die Mädchen der Klasse: Mit Ausnahme der Spielkonsole hatten sie bei der Mediennutzung ausnahmslos die Nase vorn. Die gewonnenen Erkenntnisse haben die Schüler mit Begeisterung in einer großformatigen Collage sichtbar gemacht.

Internetseiten und Suchmaschinen speziell für Kinder waren dann im zweiten Teil des Projektes an der Reihe. Unter der Fragestellung „Sicher surfen und chatten“ ging es um richtiges Verhalten im realen Netz. Wie und mit welchen Worten Nachrichten fair und sicher verfasst werden, wurde ebenso wie die Frage nach „Viren und Würmern“ im Netz geklärt.

Über vierzehn Tage hat sich der besondere „Sachunterricht“ erstreckt. Am Ende waren sich alle Dritt- und Viertklässler einig: „Es hat Spaß gemacht!“ Als Lohn der Mühen wird die ganze Klasse in der kommenden Woche zur Preisverleihung nach Korbach fahren. An die sogenannten sozialen Netzwerke im Internet gehen die Grundschüler nun mit offeneren Augen heran. (sim)

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