Bad Arolsen: Solarfirmen protestieren gegen Kürzung

Solarförderung am Scheideweg

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- Mit der von der Bundesregierung verkündeten, drastischen Senkung der Einspeisevergütung für Solarstrom ist auch die Erweiterung des Solarpark auf dem Mengeringhäuser Hagen in Frage gestellt.

Bad Arolsen. Mitarbeiter der Firma Tasol, die im Gewerbegebiet Mengeringhäuser Feld Photovoltaikpaneelen und Zubehör für Solaranlagen verkaufen, hängten symbolisch ein Vorhängeschloss an die Eingangstür, um damit ihre Sorge um ihre sieben Solar-Arbeitsplätze zu unterstreichen.

Im gleichen Haus arbeitet auch Projektentwickler Marcus Kälber, der unter anderem die Erweiterung des Solarparks auf dem Mengeringhäuser Hagen plant. Er zeigte sich gestern maßlos enttäuscht von der Zuverlässigkeit der Politik. Ende des Jahres habe es noch geheißen, die neuen Vergütungsregeln würden noch ein halbes Jahr gelten. Nun soll schon Ende März Schluss sein.

Besonders betroffen sind Großanlagen wie die auf dem Mengeringhäuser Hagen. Während für bestehende Anlagen die bei der Inbetriebnahme geltenden Regelungen fortgelten, werden nun neue Parks völlig unattraktiv. Das ist wohl auch das Ziel der Politik.

Kälber vermutet hinter der überraschenden Kehrtwende die erfolgreiche Einflussnahme der großen Stromversorger auf die Bundesregierung. Die verhandele wohl lieber mit drei Großanbietern als mit 500 000 Kleininvestoren. (es)

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