Bad Arolsen

Solidarität mit Schwächsten in Osteuropa

- Bad Arolsen (ah). „Hoffnung für Osteuropa“ – die 17. Aktion der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck wird an diesem Wochenende in Bad Arolsen eröffnet. Im Mittelpunkt stehen die Ukraine und Rumänien.

Die Evangelischen Kirchen in Deutschland unterstützen mit dieser Aktion seit 1994 Vorhaben in Ost- und Mitteleuropa, Projekte für Straßenkinder, Diakonie- und Sozialstationen und Hilfen für Behinderte. Die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ hat das Ziel, Kollekten einzubringen für die verschiedensten Projekte. Nach der Jahresrechnung 2008 wurden 600 000 Euro vor zwei Jahren eingenommen. Seit 1994 summiert sich das Spendenaufkommen auf 18,6 Millionen Euro. Neben finanzieller Hilfe steht besonders der Austausch von Wissen und die Fortbildung von Mitarbeitern etwa in pädagogischen Berufen im Mittelpunkt. Finanzielle Hilfe heißt in erster Linie „Anschubfinanzierung“, so Hans Barbknecht, Referent für Ökumenische Diakonie Mittel- und Osteuropa beim Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck.Prof. Liubova Petukhova, Dekanin des Institutes für Frühpädagogik an der Universität Cherson, und weitere Pädagogik-Fachfrauen erläuterten die Arbeit mit Kindern vom ersten bis siebten Lebensjahr, die aus schwierigen Verhältnissen stammen. Dabei wird der Harmonie-Gedanke Friedrich Fröbels in der Pädagogik bevorzugt.

Die erste Auftaktveranstaltung für „Hoffnung für Osteuropa“ im Kirchenkreis der Twiste morgen und am Sonntag bietet Einblicke in die vielfältigen Kooperationen. Nach der heutigen Andacht um 9.30 Uhr in der Stadtkirche wird Pastor Andreas Hamburg, Odessa, über die Lage der evangelischen Minderheit in der Ukraine berichten. Ab 14.30 Uhr können sich alle interessierten Bürger im Bürgerhaus über die Projekte in der Ukraine und Rumänien informieren. Neben dem Fröbelseminar wird sich auch die Mitarbeiterschaft des Bathildisheims in Bad Arolsen mit ihrer seit Jahren laufenden Hilfe für ein rumänisches Behindertenheim bei der morgigen Auftaktveranstaltung in Arolsen vorstellen. Ein „Europakonzert“ ist am Samstag, 20. Februar, ab 19 Uhr in der Stadtkirche geplant. Neben Musikern aus Cherson werden der Posaunenchor Rhoden und der Kammerchor der CRS auftreten. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten. Im Gottesdienst am Sonntag um 10 Uhr zur Eröffnung der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ wird Bischof Prof. Dr. Martin Hein die Predigt halten.

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