Maschinenmesserfabrik Jäkel erweitert Produktionsstätte im Gewerbegebiet

Spezialmesser scharf kalkuliert

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Besuch der vier nordwaldeckischen Bürgermeister bei der Maschinenmesserfabrik Jäkel: v.l., Jürgen van der Horst (Bad Arolsen), Udo Jäkel, Frank Jäkel, Günther Hartmann (Twistetal), Hartmut Linnekugel (Volkmarsen) und Elmar Schröder (Diemelstadt).

Diemelstadt - Die Lage unmittelbar an der Autobahn, das Konzept als Familienunternehmen in der dritten Generation und die Ausrichtung auf die Bedürfnisse eines sehr spezialisierten Marktes: Bei Jäkels Fabrik für Maschinenmesser und Verschleißteile stimmt alles.

Die vier nordwaldeckischen Bürgermeister haben gestern im Rahmen ihrer regelmäßigen Firmenbesuche in der Region dem Metall verarbeitenden Betrieb im Gewerbegebiet Wrexer Teich einen Besuch abgestattet. Das 1928 gegründete Familienunternehmen ist immer noch auch am ursprünglichen Standort in Wrexen unmittelbar an der Diemel präsent. Mittelfristig jedoch steht ein schrittweiser Umzug auch dieser Produktionsteile in den Neubau am Gewerbegebiet an.

Unmittelbar angrenzend an die vorhandenen Produktionshallen und das neue Verwaltungsgebäude entstehen hier aktuell eine 90 Meter lange Produktions- und eine 48 Meter lange Lagerhalle mit Versandbereich.

Von der Konzentration an einem Produktionsstandort versprechen sich die beiden Geschäftsführer Frank und Udo Jäkel kürzere Wege und letztlich auch geringere Stückkosten. In ihrer Branche, den Herstellern von Rasenmähern und Landmaschinen, wird nämlich scharf kalkuliert. Die in diesen Maschinen verbauten Messer müssen höchsten Qualitätsansprüchen genügen, langfristig einsetzbar sein und eben knallhart kalkuliert.

Das Unternehmen verarbeitet mit seinen rund 100 Mitarbeitern jedes Jahr rund 6000 Tonnen Qualitätsstahl. Im vergangenen Jahr wurde der höchste Umsatz der 85-jährigen Firmengeschichte erzielt. Doch dieses Ergebnis lässt die Firmenchefs nicht übermütig werden: „In unserer Branche sind wir großen Schwankungen ausgesetzt. Das Wetter, steigende oder sinkende Milch- und Getreidepreise wirken sich unmittelbar auf die Kauflust von Gartenbesitzern und Landwirten aus. Als Zulieferer spüren wir die Ausschläge besonders intensiv.“

Die Firma Jäkel liefert jedes Jahr rund 1,4 Millionen Rasenmähermesser für renommierte Markenhersteller in ganz Europa. Die Referenzliste reicht von Al-Ko über Gardena, MTD, Sabo bis hin zu Viking und Wolf.

Auf dem Gebiet der Landmaschinen liefert Jäkel Spezialmesser für Ladewagen, Häcksler, Kartoffel- und Rübenernter sowie für Mähdrescher großer Marken wie Krone und Claas. Dabei ist Jäkel stets nicht nur Lieferant für die Erstausrüstung der Serienmaschinen, sondern auch für hochwertige Original-Ersatzteile.

Die Kunst nach allem Stanzen, Pressen, Spanen und Schleifen sind am Ende die unterschiedlichen Techniken für das Härten der Messer, ganz oder nur teilweise, je nach den spezifischen Anforderungen der Maschinen.

Über die gleichbleibend gute Qualität wacht das hauseigene Metallurgielabor. In Sachen Forschung und Entwicklung arbeitet Jäkel mit Fachhochschulen und Universitäten zusammen.

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