Angebot des VfL Bad Arolsen für Flüchtlinge

Sport kennt keine Grenzen

Bad Arolsen - Sport kennt keine Grenzen – unter dieses Motto hat der VfL Bad Arolsen sein Projekt „Sport mit Flüchtlingskindern“ gestellt.

Vorerst zwei Monate lang trainieren Übungsleiter und Helfer des Arolser Sportvereins ehrenamtlich mit bis zu zwanzig Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien. Die Kinder sind mit ihren Eltern im „BBW Nordhessen“ in Bad Arolsen untergebracht, nachdem sie die Erstaufnahme in Gießen durchlaufen haben. Die meisten stammen aus Kriegsgebieten, fast alle sind traumatisiert. Auch mit der verbalen Verständigung gibt es Schwierigkeiten, weswegen sich vor allem Laufspiele anbieten, bei denen sich die Flüchtlingskinder austoben und frei bewegen können. „Der Grundgedanke ist: Sport kennt keine Grenzen, fördert die gegenseitige Toleranz gegenüber anderen Kulturen und ist gesundheitsfördernd“, erklärt Christoph Neugebauer. Der VfL-Sportwart ist einer von sechs Freiwilligen, die das Projekt in der Sporthalle des Berufsbildungswerks betreuen. Neben Birgit Kleinschmidt, Felix Scheers, Georg Röse, Jennifer Homann und Christoph Neugebauer vom Arolser VfL ist noch Sportkreis-Vorstandsmitglied Gerhard Gottmann mit im Boot. Die fehlenden Turnschuhe der Kinder hätten den eigentlichen Anstoß für das Projekt geliefert, als man im Verein überlegt habe, Sport für Flüchtlinge anzubieten, erzählt Neugebauer. Dass sich die jungen Teilnehmer nun vor jeder Sportstunde aus siebzig Paar Turnschuhen die passenden auswählen können, sei dem Sporttreff Bad Arolsen sowie weiteren Sponsoren zu verdanken. Die Trikots wiederum hat Gerhard Gottmann über seinen Heimatverein TV Külte zur Verfügung gestellt. Wie lange die Kinder und Jugendlichen mit ihren Familien in Bad Arolsen bleiben können, weiß indes niemand im Voraus. Für sie sollen die Sportstunden daher eine kleine Auszeit bedeuten, bei der der Spaß und das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund stehen. (sim)

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