VfL Bad Arolsen beschließt erste Beitragserhöhung nach 14 Jahren

Sportliche Heimat für Familien

Bad Arolsen - Steigende Mitgliederzahlen und ein breites sportliches Angebot für Jung und Alt zeichnen den VfL Bad Arolsen aus. Der amtierende Vorstand um Dr. Michael Rohleder wurde bei der Jahreshauptversammlung am Freitag für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt.

Bad Arolsen. Im Jahr nach dem 150-jährigen Jubiläum habe der Verein erst einmal durchschnaufen müssen, erklärte Rohleder in seinem Jahresbericht. Doch auch wenn es aus dem Jahr 2012 keine großen Höhepunkte zu vermelden gab, kann sich auch das „Tagesgeschäft“ der Freizeitsportler sehen lassen. Es gab zwar eine Austritte, aber auch 100 neue Mitglieder, so dass sich die aktuelle Mitgliederzahl auf 1029 erhöht hat. Davon sind 399 Jugendliche, wie Kassiererin Ulrike Müller berichtete. Ihr größtes Ärgernis sind Rückbuchungen von Beitragsforderungen. Dafür stellen die Banken hohe Gebühren in Rechnung. Deshalb der mahnende Hinweis der Kassiererin: Wer die seine Mitgliedschaft beenden will, muss dies schriftlich dem Vorstand mitteilen. Es reicht nicht, den Beitrag zurückbuchen zu lassen. Das erhöht nur unnötig unsere Kosten. Überhaupt müsse in den kommenden Wochen das komplette Beitragssystem auf das neue Sepa-Verfahren umgestellt werden. Dazu würden demnächst alle Mitglieder angeschrieben. Bei dieser Gelegenheit müssen die Mitglieder auch eine Beitragserhöhung schlucken, die von der Jahreshauptversammlung beschlossen wurde. Jugendliche total verplant Nach 15 Jahren ohne Änderung steigen ab 2014 die Beitragssätze von 45 auf 50 Euro pro Jahr für Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr. Erwachsene zahlen künftig 60 Euro pro Jahr. Die Familienmitgliedschaft verteuert sich von 90 auf 110 Euro pro Jahr. Damit sollen die gestiegenen Kosten für Versicherungen, Verbandsumlagen und manches mehr aufgefangen werden, wie der Vorstand erläuterte. Aus der Badmintonabteilung berichtete Rüdiger Lamsbach, dass die erste Mannschaft nach dem Abstieg von der Oberliga in die Verbandsliga die Tabelle anführe. Das Jugendtraining leide am Sportlerschwund. Offensichtlich seien die Schüler durch das verkürzte Abitur mehr angespannt als früher. Das werde sich aber hoffentlich ändern, wenn demnächst wieder G9 eingeführt werde. Ähnliches berichtete Gudrun Hähnel aus der Schwimmabteilung, in der rund 100 Schwimmer aktiv sind. Etwa die Hälfte von ihnen trainiert drei mal wöchentlich. Aber nur 13 haben eine Wettkampflizenz. Hähnel: „Die Bereitschaft, an Wettkämpfen teilzunehmen nimmt ab.“ Bei den Volleyballern musste die erste Mannschaft einige schmerzhafte Abgänge verkraften. Inzwischen hat man sich aber wieder neu formiert und mehrere Siege eingefahren. Im Gerätturnen sind 35 Mädchen von fünf bis zwölf Jahren aktiv. Es gibt eine Warteliste. Karl-Heinz Pöttner stellte fest, dass die sieben Kreismeistertitel der Leichtathleten eher Nebensache seien. Viel wichtiger sei ihm, den Kindern die Angst vor dem Verlieren zu nehmen. Es sei schon ein Erfolg, wenn die Kindern lernten, dass es darauf ankomme, über die eigenen Grenzen hinaus zu wachsen. Bei den Trianhas sind 60 Athleten aktiv. Vom Sprint-Triathlon bis zum iron-man sei der harte Kern überall präsent. Nach dem erfolgreichen Nachwuchs-Wettbewerb „Swim and Run“ im vergangenen Sommer ist nun am 26. Mai eine Neuauflage fest eingeplant. Gut angenommen wird nach wie vor das Eltern-Kind-Turnen und der Kinderturnen für die Vier- bis Sechsjährigen. Hier wünschten sich die Organisatoren weitere Unterstützung durch neue Übungsleiter. Die noch junge Basketballabteilung umfasst rund 20 Kinder im Alter von 12 bis 14 Jahren, die sich montags in der Turnhalle Neuer Garten treffen. Am 8. März planen sie von 19.30 Uhr bis 22 Uhr einen Basketballabend für alle Interessierten.Außerdem hat der VfL noch Rückengymastik, Damengymnastik und neuerdings im 14-tägigen Wechsel auch Gymnastik und Tanz mit Inge Säuberlich im Angebot. Im Frühjahr startet ein neuer Nordic-Walking-Grundkurs. (es)

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