Stadt Bad Arolsen erzielt im Etat  dicken Überschuss und reduziert Kassenkredite

Schulden abbauen , weiter investieren

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Etat der Stadt Bad Ariolsen bleibt auf Kurs: Schulden abbauen und investierenist weiter angesagt.

Bad Arolsen. Die Stadt Bad Arolsen bleibt bei der Konsolidierung der Finanzen auf einem guten Kurs, wie in der Sitzung des Haupt. und Finanzausschusses deutlich wurde. Der Überschuss steigt, die teuren Kassenkredite werden abgebaut.

Der Jahresüberschuss wird von der Kämmerei im Zwischenbericht zur Jahreshälfte auf rund 746 500 Euro vorausgesagt, über 10 000 Euro mehr als im Etat 2016 veranschlagt.

Die Summe der mit hohen Zinsen zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit aufgenommenen Kassenkredite konnte um drei Millionen Euro auf elf Millionen reduziert werden. In diesem Monat soll eine weitere Million abgetragen werden.

Die Verschuldung durch Investitionskredite ist um gut 1,7 Millionen auf 12,2 Millionen Euro gestiegen, wobei ein Darlehen aus dem Hessischen Investitionsfonds für die Neubaumaßnahme des Waldeckschen Diakonissenhauses aufgenommen wurde und vom WDS beglichen wird. Somit ist auch in dem Bereich eher ein Abbau zu erwarten.

Abbau unter Schutzschirm

Die Kredite konnten im Rahmen des Schutzschirmvertrags mit dem Land abgebaut werden. Ziel ist es, 2020 den letzten Kassenkredit abzubauen. Einen ähnlichen Tenor hat der Bericht über den vorläufigen Jahresabschluss 2015, in dem die tatsächlichen Zahlen gegenünber dem Etatentwurf dargelegt werden.

„Die Verwaltung hat ein Lob verdient“, sagte Dr. Ulrich von Nathusius (Bündnis 90/Die Grünen) dazu in der Ausschusssitzung. „Gute Arbeit“, erklärte Uwe Gottmann (CDU) an Bürgermeister Jürgen van der Horst gerichtet.

Weitere Investitionen notwendig

„Wir werden weiter Kurs halten müssen, um die Finanzen zu sanieren“, erklärte der Rathauschef. Dazu gehöre der weitere Abbau der Kassenkredite. Bei den Investitionskrediten sei ein Topwert erreicht worden.

Die Stadt müsse aber weitere Anstrengungen unternehmen, um die Infrastruktur zu erhalten und zu verbessern, unterstrich er bei der Sitzung im Rathaus. Dazu sei die Kommune auf Zuschüsse aus der Städtebauförderung des Bundes und des Landes angewiesen. Die Aufwendungen würden steigen, sagte er voraus.

Sowohl im Tief- als auch im Hochbau ständen Projekte an. Die Weichen dahin seien bereits mit den Antägen auf Zuschüsse aus dem Kommunalen Investitionsprogramm gestellt worden, erklärte Bürgermeister van der Horst. (ah)

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