Im Stadtwald von Mengeringhausen wächst der Windpark

Wind füllt die Stadtkasse

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Die erste von insgesamt neun Windkraftanlagen im Windpark Mengeringhausen ist so gut wie fertig.

Mengeringhausen. Nach sechs Jahren vorbereitender Planung und fünf Monaten Bauzeit ist in diesen Tagen die erste von insgesamt neun Windkraftanlagen im Stadtwald von Mengeringhausen fertiggestellt und kurz getestet worden.

Zur ersten Genehmigungstranche gehörten sechs Anlagen. An den fünf verbliebenen wird derzeit weiter gebaut. Pacht fließt seit Januar In einer zweiten Tranche sind drei Anlagen derzeit noch im Genehmigungsverfahren. „Es wäre wichtig, dass diese Genehmigungen noch bis zum Jahresende erteilt werden, denn danach gelten die neuen Einspeisevergütungen nach der Novelle des EEG (Gesetz über Erneuerbaren Energien)“, gibt Bürgermeister Jürgen van der Horst die Marschrichtung vor.

Der Rathauschef ist optimistisch, dass die ausstehenden Genehmigungen rechtzeitig kommen: „Die Genehmigungsbehörde ist gesetzlich gehalten, bei Vollständigkeit der Unterlagen innerhalb von sechs Monaten zu entscheiden. Nach meinem Stand waren alle Unterlagen vollständig.“

Auch für den Stadtwald von Landau seien derzeit noch vier Einzelanlagen im Genehmigungsverfahren. Selbst wenn die Stadt Bad Arolsen nicht Bauherrin ist, profitiert sie doch von den Windkraftanlagen. Sobald mit dem Bau begonnen wird, zahlt der Betreiber die vereinbarte Mindestpacht von 30 000 Euro pro Jahr.

 Sobald die Anlagen laufen und Ertrag bringen, steigt dieser Betrag und füllt die Stadtkasse. Kaufoption für die Stadt Bürgermeister Jürgen van der Horst hat aber noch eine weitere Option, um die Stadt und ihre Bürger an der Windkraft zu beteiligen:

„Das Stadtparlament muss nach der Sommerpause entscheiden, ob die Stadt eine Anlage übernehmen und selber betreiben will.“ 

Mehr in der gedruckten WLZ am Donnerstag.

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