Sparzwang lässt Nachbargemeinden enger zusammenrücken.

Standesämter zusammenlegen

BadArolsen/Volkmarsen - Die Stadt Bad Arolsen schickt sich an, ihr Standesamt mit dem der Stadt Volkmarsen und der Gemeinde Breuna zusammenzulegen. Das neue Standesamt soll den Namen Nordwaldeck/Breuna im Dienstsiegel tragen und sowohl Personal als auch teure Computerlizenzen einsparen helfen.

Breuna und Volkmarsen kooperieren schon seit einem Jahr auf diesem Gebiet. Nun soll zum Jahreswechsel auch Bad Arolsen folgen, nachdem am hiesigen Krankenhaus die Geburtshilfe-Station geschlossen wurde.

Derzeit sind pro Jahr in Arolsen nur noch zwei Geburten, 303 Sterbefälle, 82 Hochzeiten zu beurkunden. In Volkmarsen sind es 296 Geburten, 90 Sterbefälle und 51 Hochzeiten.

Bei Beginn der Zusammenarbeit soll das Standesamt mit 2,3 Stellen besetzt werden. Hierzu wird von der Stadt Bad Arolsen Personal (1,15 Stellen) nach Volkmarsen abgeordnet. Der Sitz des Standesamtes ist Volkmarsen. Die Trauorte sollen in allen angeschlossenen Städten und Gemeinden unverändert bleiben. Trauungen werden nach Möglichkeit von den örtlichen Standesbeamten vor Ort abgewickelt.

Eine genaue Kostenaufstellung zeigt auf, dass alle angeschlossenen Gemeinden von der Kooperation finanziell profitieren.

Die Volkmarser Stadtverordneten regten bei ihren Beratungen in den Ausschüssen an, dass nach einem Jahr die finanziellen Auswirkungen noch einmal genau unter die Lupe genommen werden sollen. Vor allem geht es den Volkmarsern um eine möglichst gerechte Kostenverteilung. (es)

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