Stadtverordnetenversammlung Bad Arolsen votiert für Interkommunale Kooperation

Standesamt zieht nach Volkmarsen um

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Alexandra Rodewyk-Hampel, Nadine Vesper und Heike Rummel-Stracke (Foto aus 2005) vom Standesamt-Team werden weiterhin in Bad Arolsen Trauungen vornehmen können.

Bad Arolsen - Ein Einschnitt für die eigenständige Verwaltung: Zum 1. Januar wird das Standesamt von Bad Arolsen ins Rathaus Volkmarsen umziehen. Das beschlossen die Stadtverordneten einmütig.

Im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit in Nordwaldeck - und darüber hinaus - tun sich die Standesämter in Arolsen, Volkmarsen und Breuna zusammen. Der Vertrag stellt aber auch sicher, dass über den Bürger-Service neben dem Arolser Rathaus weiterhin Dienstleis-tungen des Standesamtes vor Ort abgewickelt werden können. Trauungen werden nach wie vor im Stadtgebiet möglich sein.Für die Zusammenarbeit werden Mitarbeiter nach Volkmarsen wechseln, langfristig ist eine Verringerung des Personals vorgesehen. Je nach Einwohnerzahl und durch Gebühren werden die Kosten getragen.

Dabei gehe es nicht nur um eine effizientere Verwaltung und das Einsparen von Kosten, so Bürgermeister Jürgen van der Horst. Vielmehr gehe es darum, eine Region zusammenzu-bringen: Nur gemeinsam sei sie stark und könnten die künftigen Aufgaben bewältigt werden.

Für die Ausweitung der Kooperation sei Geduld erfor-derlich, sagte der Rathaus-chef. An die übergeordneten Behörden und den Gesetzgeber appelliere er, die Hürden für eine grenzenüberschreitende Zusammenarbeit zu senken. Dies gelte für das Wettbewerbsrecht, das Arbeitnehmerüberlassungsrecht und die Umsatzsteuer. Die geltenden Bestimmungen erschwerten die Bemühungen für eine Vertiefung der Zusammenarbeit.

Die Aufgabe eines eigenständigen Standesamtes sei schon als Vertrauensvorschuss einer stärkeren Kommune für die kleineren Gemeinden zu verstehen, sagte Uwe Gottmann (CDU).

Als „richtigen Schritt“ zur kommunalen Zusammenarbeit bezeichnete Herbert Frese (SPD) die Vereinbarung. Die „Residenzler“ in der Fraktion wür-den schon das Standesamt vermissen, allerdings müsse man sich auch fragen, wie oft man im Leben die Dienstleistungen eines Standesamtes benötige. Holger Versloot (SPD) lobte die Mitarbeit des Personals bei der Vorbereitung der Kooperation: „Wir stehen dahinter, auch wenn wir eine kleine Träne weinen.“ Und Jörg Vogel (Bürgerliste) erwartet weitere Vorhaben im Zuge der Interkommunalen Zusammenarbeit.

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