Große Karnevalssho mit vielen Beirägen bei Volkmarser Prunksitzung

Sternstunden im Narrentempel

Volkmarsen - Närrische Höhepunkte am laufenden Band wurden bei der Prunksitzung der Volkmarser Karnevalsgesellschaft geliefert.

Volkmarsen (ah). Als langgediener Narr erwies sich Pfarrer Edgar Hohmann, der vor 40 Jahren zum ersten Mal in die Eulen-Bütt trat. In seinem humorvollen wie bitter-süßen Rückblick offenbarte der im vorigen Jahr zum „Eremiten“ gewordene Gottesmann, dass er sich nich im Dezember gefragt habe: „Bleibe oder gehe ich?“ Schließlich bleibt noch ein Wunsch offen, den er mit dem Karnevalspräsidenten Markus Kremper besang: „Ich wär‘ so gern ein Weihbischof - bei den Sündern sitzen und Weihwasser spritzen.“ Wenn „das eine nicht wäre, das Z.., Z..., das Zölibat.“ Prinz Markus I. (Vieth) meinte, in der Logistik-Halle sei noch Platz für einen „Tropical Island“-Freizeitpark mit Gleisanschluss, das Geld gebe es aus dem kommunalen Rettungsschirm und den eingesparten Löhnen für die 120 Mitarbeitern, ie noch nicht eingestellt seien. Sabine Michaels feuerte Spitzen in Richtung „große Politik“ ab. Die bei der Energiwende im Clinch ligenden Minister Rösler und Altmaier verglich sie mit Dick und Doof, und das Stasi-Überwachungssystem sah sie von Facebook übernommen. Den „Dichthalte-Orden“ verlieh Hannah Kramer von der Mittelgarde ihrer besten Freundin, der Kinderprinzessin Julia I. (Steinberg). Die „Schnabbelschnute“ habe tapfer das Geheimnis um die Namen des Kinderdreigestirns bis zur Proklamation für sich behalten. Claudia Steinröder warf einen erhellenden wie erheiternden Blik hinter die Kulissen bei den Näherinnen und Wagenbauern. Sie kennt sich besonders gut aus, ist sie doch bereits in der dritten Generation der Familie im Karneval aktiv. Alexander von Rüden brachte mit seinem Schlager-Medley Stimmung in die Nordhessenhalle. Und die Lacher brachten die tanzenden Elferräte mit ihrer schottischen Nummer auf ihre Seite. Prinzen-Schwester Heike Rehrmann empfahl sich als „Erstes Volkemisser Boxenluder“ für das nächste Seifenkistenrennen beim Stadtfest. Gardemädchen Louisa Salokat empfehl dem Narrenblatt-Redakteur Emil mit der kalten Hand, in dieser Session in dem neugestalteten Heft die korrekte Jahreszahl abzudrucken. Die Medebacher Büttenrednerin Angela Schreiber sorgte mit deftigen Beirägen für Lacher.Höhepunkte waren freilich auch die Tänze der Garden, zum ersten Mal auch ein Show-Beitrag der Wrexer „Flimbees“.

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