Spannender Wahlkrimi im Twister Rathaus

18 Stimmen Unterschied: Lokalmatadore in Stichwahl - Video

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Twistetal - Die Twistetaler müssen noch mal ran. Die Bürgermeisterwahl hat am Sonntag kein eindeutiges Ergebnis gebracht. Keiner der beiden Kandidaten kam über 50 Prozent. Daher wird in zwei Wochen, am 25. November, eine Stichwahl fällig.

Stefan Dittmann (FDP) aus Twiste konnte sich zwar knapp mit 1148 Stimmen (45,6 Prozent) gegen seinen Mitbewerber Wilfried Höhle (CDU) aus Berndorf durchsetzen, der es auf 1130 Stimmen (44,9 Prozent) brachte.Weit abgeschlagen dahinter landete der SPD-Kandidat Lothar Steiner, der es nur auf 241 Stimmen (9,6 Prozent) brachte.

Im Gespräch mit der WLZ im Kreise seiner Unterstützer zeigte sich aber Steiner als guter Verlierer: „Ich bin zwar mit meinen Zielen bei den Wählern nicht durchgedrungen. Für mich persönlich aber war der Wahlkampf eine wichtige Erfahrung. Ich habe den Eindruck, dass ich jetzt besser auf einen Wahlkampf vorbereitet wäre.“ „Es war ein engagierter, starker und fairer Wahlkampf“, kommentierte Stefan Dittmann. Nun komme es darauf an, in den kommenden zwei Wochen noch einmal alles zu geben. Vor allem müsse der Appell an die Wähler gehen, in zwei Wochen noch einmal zur Wahl zu gehen. „Wir haben das erste Etappenziel erreicht“, kommentierte Wilfried Höhle: „Die Wahrscheinlichkeit, dass es zur Stichwahl kommen würde, war bei drei Kandidaten sehr hoch.“ Das Warten auf die Auszählungsergebnisse sei für ihn und seine Familie ein Wechselbad der Gefühle gewesen. Vor allem die lange Wartezeit bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse aus Twiste und Berndorf habe sehr an den Nerven gezehrt, so Höhle. Nun wolle er aber noch einmal richtig Gas geben und vor allem in Twiste Klinken putzen. Tatsächlich hat der Berndorfer Kandidat in Twiste ebenso Nachholbedarf wie der Twister Bewerber sich noch einmal um Berndorf bemühen muss. In den beiden größten Ortsteilen haben die Lokalmatadore jeweils über 500 Stimmen holen können, während der jeweils andere zweistellig blieb. Damit kristallisiert sich bei diesem Bürgermeisterwahlkampf eindeutig die Ortsteilfrage als wahlentscheidend heraus: Berndorf oder Twiste? Und am 25. November heißt es zusätzlich: Alt oder Jung? – Wilfried Höhle aus Berndorf ist 54 Jahre alt, Stefan Dittmann aus Twiste ist 32.Erfreulich die Wahlbeteiligung, die mit 68,4 Prozent fast doppelt so hoch wie bei der letzten Wahl von Günther Hartmann liegt.

Wilfried Höhle (CDU) Stefan Dittmann (FDP) Lothar Steiner (parteilos)
Wahlbezirk Stimmen Prozent Stimmen Prozent Stimmen Prozent
Berndorf 550 80,1 89 13,0 47 6,9
Elleringhausen 20 21,1 72 75,8 3 3,2
Gembeck 63 47,7 41 31,1 28 21,2
Mühlhausen 163 47,8 141 41,3 37 10,9
Nieder-Waroldern 59 33,9 104 59,8 11 6,9
Ober-Waroldern 56 44,4 57 45,2 13 10,3
Twiste 77 11,6 516 77,8 70 10,6
Briefwahl 142 47,7 128 42,4 32 10,6
Gesamtergebnis 1130 44,9 1148 45,6 241 9,6

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