Gemeinschaftshaus Rhoden wird auch weiterhin genutzt

Streitpunkt vom Tisch

Das im November 1954 fertiggestellte Gemeinschaftshaus Rhoden steht auch künftig für Familienfeiern und Vereinsveranstaltungen zur Verfügung. Foto: Elmar Schulten

Diemelstadt-Rhoden - Aufatmen in Rhoden: Der Verkauf des Gemeinschaftshauses ist erst mal vom Tisch. Es bleibt alles beim Alten. Das berichtete Bürgermeister Elmar Schröder bei der öffentlichen Ortsbeiratssitzung.

Noch bei der Stadtverordnetenversammlung Ende Januar war der Ortsbeirat ermahnt worden, endlich Stellung zu beziehen, welches öffentliche Versammlungsgebäude in Rhoden aufgegeben werden könne.

Im Verlauf der Diskussion hatte Bürgermeister Elmar Schröder sich zu der rhetorischen Frage hinreißen lassen, ob man denn den Ortsbeirat überhaupt noch brauche.

Schon tags darauf war es zu einer Aussprache zwischen dem Bürgermeister und dem Ortsvorsteher Helmut Butterweck gekommen, und Schröder hatte sich öffentlich entschuldigt.

Nun fand also am Montagabend die angekündigte öffentliche Ortsbeiratssitzung mit rund 80 interessierten Bürgern im Saal des wiedereröffneten Restaurants „Zum Krug“ statt.

Die Frage, ob man denn auch künftig noch einen Ortsbeirat brauche, sei ja inzwischen geklärt, eröffnete Ortsvorsteher Helmut Butterweck die Sitzung. Das Gremium verstehe sich als Mittler zwischen Verwaltung, Stadtverordneten und Bürgern: „Wir bekommen viele Fragen gestellt, die wir weiterleiten und beantworten.“

Auch im Fall der öffentlichen Versammlungsräume in Rhoden sei der Ortsbeirat mit vielen Vereinsvertretern ins Gespräch gekommen, um eine Lösung zu finden.

Neuerdings aber stelle sich die Situation wieder ganz anders dar: Das Dorfgemeinschaftshaus müsse nicht aufgegeben werden.

Dazu erklärte Bürgermeister Elmar Schröder, dass sich beim Nutzungskonzept der Domanialverwaltung für das sanierte Schloss etwas Grundsätzliches geändert habe: Eine öffentliche Nutzung sei damit faktisch ausgeschlossen. Die Stadt müsse sich folglich nicht mehr im Schloss engagieren und behalte Kapazitäten für die vorhandenen Räumlichkeiten frei.

Die ganze Diskussion sei Anfang vergangenen Jahres in Gang gesetzt worden, als die Domanialverwaltung die Stadt gefragt habe, inwieweit sie sich an der Schlossnutzung beteiligen könne.

Dem Magistrat sei aber klar gewesen, dass man bei der Nutzung einer neuen Immobilie eine andere werde aufgeben müssen. In der Folge seien sämtliche städtischen Gebäude in Hinblick auf Kosten und Nutzen begutachtet worden.

Vor der Entscheidung habe das Stadtparlament den Ortsbeirat zur Stellungnahme aufgefordert. So sei es zu jener Anfrage im Stadtparlament gekommen, in deren Verlauf die Aussage über die Daseinsberechtigung des Ortsbeirats gefallen sei. Dafür habe er sich schon mehrfach entschuldigt. Das Thema sei aber nun vollends vom Tisch: Das Gemeinschaftshaus wird weiter wie bisher genutzt. Möglich sei, dass die Stadtverwaltung dorthin ausgelagert werde, wenn 2017 das Rathaus saniert werde.

Ab 2018 müsse man dann erneut über die Nutzung aller städtischen Immobilien nachdenken. Eine solche regelmäßige Überprüfung sei aber ganz normale Praxis bei jedem Hauseigentümer, wie auch Ortsvorsteher Helmut Butterweck bestätigte.

Butterweck ergänzte: „Wir können mit dieser Lösung jetzt sehr gut leben.“

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