Marsberg:Nach tödlichem Unfall bei Schützenfest sind Experten im Einsatz

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Auf diesem Platz geschah das Unglück.

Marsberg - Fachleute der Polizei sind nach wie vor damit beschäftigt, die Ursache des tödlichen Kanonenunfalls beim Auftakt des Schützenfestes in Marsberg am 11. Juli zu klären.

Beim traditionellen Anböllern an der Halle der St. Magnus Schützenbruderschaft oberhalb von Marsberg war der Schützenkönig tödlich verletzt worden. Bei zwei der drei Kanonen waren die Verschlussteile weggesprengt worden. Metallteile trafen den 30-Jährigen, der kurz nach dem Unglück trotz einer Notoperation im nahe gelegenen Marsberger Krankenhaus verstarb.

Experten des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen begutachten derzeit noch die Spuren der Ladung der beiden Kanonen, wie eine Sprecherin der Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis auf Anfrage der WLZ berichtete.

Bei den verwendeten Geschützen handelt es sich um Vorderladerkanonen, die mit Pulver geladen werden.

Außerdem werde ein unabhängiger Gutachter die Kanonen einer Materialprüfung unterziehen. Dabei gelte es zu untersuchen, ob das Metall spröde oder porös gewesen sein könnte.

Für den Einsatz solcher Kanonen muss ein Erlaubnisschein vorliegen, findet alle fünf Jahre eine Prüfung des Beschussamtes statt, müssen Sachkundenachweise und Lehrgänge der Kanonenschützen erbracht werden.

Das Unglück hatte in weitem Umkreis Bestürzung und Trauer ausgelöst. Schließlich bestehen auch persönliche Kontakte ­zwischen den Schützen in Marsberg und denen im Waldecker Land.

Von Armin Haß

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