Der Bedarf an günstigen Lebensmitteln für Familien ist immer noch sehr groß

Tägliches Brot von der Tafel

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Bürgermeister Jürgen van der Horst hilft im Tafelladen an der Teichstraße aus. Am Sonntag wird das zehnjährige Bestehen der Arolser Tafel mit einem Fest in der Stadtkirche und im Haller-Haus begangen.

Bad Arolsen. Die Arolser Tafel, das ökumenische Projekt, das bedürftige Familien mit Lebensmittel versorgt, besteht seit zehn Jahren. Aus diesem Grund ist am Sonntag, 2. Oktober, ein Tafelfest in der evangelischen Stadtkirche geplant.

Im Anschluss an den Gottesdienst, den Dekanin Eva Brinke-Kriebel leiten wird, spricht Bürgermeister Jürgen van der Horst über die Bedeutung der Arolser Tafel. Danach sind alle zu einem gemeinsamen Essen an der langen Tafel im Bernhard-von-Haller-Haus eingeladen.

Die Arolser Tafel, die von Pfarrer Uwe Hoos-Vermeil geleitet wird, hat sich nicht nur zur Aufgabe gesetzt, Bedürftige mit Lebensmitteln unterstützen, sondern auch den in Not geratenen Menschen zuhören und für sie da zu sein. Deshalb wurde der Tafelladen im Mai 2006 auf Initiative der christlichen Gemeinden in der Stadt gegründet. Auf Spenden angewiesen Der Start war holprig, anfangs gab es nur wenige Spenden. Doch heute geben viele Bäckereien und Geschäfte aus der Region Lebensmittel an die Tafel ab.

Dazu kommen kleinere und größere Spenden von Privatleuten, dem Lions-Club und den Rotarieren, einer Stiftung und Vereinen.

Allen Spenderinnen und Spendern ist es zu verdanken, dass die Bad Arolser Tafel heute 250 Erwachsene und 100 Kinder und Jugendliche regelmäßig mit Lebensmitteln versorgen kann. Es handelt sich insbesondere um Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende, Aussiedler, Flüchtlinge/ Asylbewerber und Rentner.

Hierfür setzen rund 40 ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihre Kraft und ihre Freizeit ein. Mit einem Kühlwagen besuchen sie die Supermärkte und Bäckereien der Region, um Lebensmittel abzuholen, die nicht mehr verkauft werden können, etwa weil die Verpackung angestoßen ist.

Andere Freiwillige sortieren und verteilen die Lebensmittel im Tafelladen an der Teichstraße. Hier reihte sich am Mittwoch auch Bürgermeister Jürgen van der Horst ein und stellte sich an den Verkaufstresen, um bei der Verteilung der Lebensmittel zu helfen.

 Bei dieser Gelegenheit kam er mit den Bedürftigen und ihren Familien direkt in Kontakt. „Ich hatte da wohl etwas Nachholbedarf“, stellte der Rathauschef selbstkritisch fest und verwies auf seine Magistratskollegen, von denen sich mehrere ehrenamtlich, unter anderem im Tafelverein engagieren.

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