Landrat Dr. Kubat ist Schirmherr der nächsten Barockfestspiele

Temperamente als Festspielmotto

Dorothee Oberlinger ist auch 2014 künstlerische Leiterin der Barockfestspiele. Das Programm präsentierte sie gestern gemeinsam mit dem künstlerischen Beirat im Rauch-Museum, v. l.: Harry Bäcker, Bürgermeister Jürgen van der Horst, Prof. Oberlinger, Wilhelm Müller (Leiter Gästezentrum) und Erster Stadtrat Helmut Hausmann. Foto: Elmar Schulten

Bad Arolsen - Mitten im Winter schon an den Sommer denken: Prof. Dorothee Oberlinger hat gestern zusammen mit Bürgermeister Jürgen van der Horst das Programm für die nächsten Barockfestspiele vom 18. bis 22. Juni vorgestellt.

Gerade noch bei Stefan Raab in der Sendung „TV total“ zu Gast, strahlte die künstlerische Leiterin der Barockfestspiele gestern im Rauch-Museum, um das von ihr zusammengestellte Festspielprogramm zu erläutern.

Dabei ließ die zweifache Echo-Preisträgerin durchklingen, dass sie auch privates Interesse und persönliche Freude mit dem Musikprogramm zu verbinden weiß: So hat sie Andreas Staier, einen der ganz großen Cembalisten mit Weltruf für ein Konzert am Freitag, 20. Juni, im Steinernen Saal des Residenzschlosses gewinnen können.

Im Anschluss gibt sich die Flötistin mit Weltruf die Ehre, zusammen mit Staier eine ganz besondere Nachtmusik im intimen Kreis von maximal 30 Zuhörern im Musikzimmer des Schlosses zu geben - Barockflöte und Cembalo in einer ähnlichen Atmosphäre wie sie ein barocker Regent im Kreise seiner Familie gehört haben mag.

Dieses Konzert dürfte besonders schnell ausverkauft sein.

Gleichzeitig beginnt in der Fürstlichen Reitbahn des Welcome-Hotels die Nachtschwärmer-Veranstaltung mit den Preisträgern des Kulturpreises des Landkreises Waldeck-Frankenberg: Das „Trio Infernale“ aus Korbach wird mit seinen Freunden Thomas Schwill (Tenor), Eberhard Jung (Bariton), Georg Lungwitz (Bass), Vera Filiponi (Sopran) und Yevgenia Schott (Flügel) einen Abend unter dem Motto „Gefährliche Liebschaften“ gestalten.

Einer der Höhepunkte am Sonnabend, 21. Juni, wird ein Konzert mit dem Ensemble „Concerto Köln“, der Sopranistin Gemma Bertagnolli und Dorothee Oberlinger (Blockflöte) sein. Dem Konzertabend vorgeschaltet ist ein fürstliches Gala-Dinner im Residenzschloss. Das Fünf-Gänge-Menü kostet samt Konzertkarte 62 Euro pro Person und ist damit für manchen noch ein passen-des Geschenk zu Weihnachten.

Darauf zielt natürlich auch die Programmpräsentation in diesen Tagen ab. Schließlich müssen die Festspiele auch solide finanziert sein.

Darauf achtet nicht zuletzt Bürgermeister Jürgen van der Horst: „Wir haben ein Gesamtbudget von 130000 Euro. Dazu trägt die Stadt immerhin 30000 Euro bei.“ Der Rest kommt von Sponsoren wie dem Land Hessen, der Sparkassenkulturstiftung, der Waldecker und Kasseler Bank, der Schön-Klinik und der Klinik Dr. Hesse. Auch die Schäfer-Stiftung, die sich neuerdings besonders beim Schreiberschen Haus engagiert, hilft auch wieder bei der Finanzierung der Festspiele.

Schließlich werden natürlich auch die Eintrittsgelder einen guten Teil der Kosten decken. Insgesamt sind je 14 kostenpflichtige und 14 kostenfreie Veranstaltung im Programmheft zu finden.

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