Konsequente Erziehung macht das Wesen eines Hundes aus

Terrier als Clown und Familienhund

Diemelstadt-Rhoden - Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren berichtete die WLZ zum ersten Mal über Madinah. Die Staffordshire-Hündin aus dem Hause Okel gehörte zu einer damals heiß diskutierten Hunderasse, der oft der Stempel Kampfhund aufgedrückt wurde. Doch das wollte ihr Herrchen nicht gelten lassen.

„Zehn Jahre sind seitdem vergangen und Madinah ist nicht einmal auffällig geworden“, versichert Burkhard Okel. Überhaupt sei Madinah alles andere als ein Kampfhund. Sie sei ein Sensibelchen, ein Clown und ein echter Familienhund. Und das nicht erst im hohen Hundealter, sondern von Anfang an. Ich habe sie auch fast überall mit hingenommen - in den meisten Restaurants wird sie mit ihrem Namen begrüßt.

Beste Zeugnisse

Madinah ist mit anderen Tieren - von Katzenbabys bis Pferden aufgewachsen. Sie hat eine Hundeschule besucht und ihr Herrchen besitzt einen Hundeführerschein. Als Staffordshire Terrier musste sich Madinah -bis sie zehn war - alle zwei Jahre einer amtlichen Wesensprüfung unterziehen. Die hat sie all die Jahre mit Bravour gemeistert. Deshalb ist sie auch offiziell von der erhöhten Steuer für Kampfhunde befreit.

In 91 Hundejahren ist die alte Dame träge geworden. Mutterfreuden waren ihr nie vergönnt, denn sie musste nach amtlicher Anweisung sterilisiert werden. Madinah war früh stubenrein, hinterlässt auch keine Haufen auf dem Gehweg, sondern bevorzugt ihre Wiese im Gewerbegebiet an der Autobahn, gleich neben dem Büro ihres Herrchens.

Erziehung entscheidend

„Die ist total lustig und macht mir viel Freude“, schwärmt Burkhard Okel. Als Familienhund ist sie unter anderem mit Tim und Leon groß geworden. Die ganze Familie hängt an ihr.

Aber Burkhard Okel will das Thema gefährliche Hunde nicht verharmlosen. Auch er kennt Hundehalter, die verantwortungslos mit ihren Tieren umgehen: „Es gibt Leute, die sich einen Hund als Statussymbol oder gar als Waffe halten - egal von welcher Rasse - solche Tiere werden zur Gefahr ausgebildet . Warum das geduldet wird kann er nicht verstehen.

Die darf man aber nicht mit all den umsichtigen und erfahrenen Hundehaltern in einen Topf werfen.“

Wir haben Madinah damals aus einer Auffangstation gerettet - um ihr ein schönes Leben zu schenken - und sie in unserer Familie zu haben und genau da gehört sie hin. Sie hat uns nie enttäuscht.

Okel: „Die Hundeschule hat uns beiden gut getan. Das Training sei wichtig.“ Den Hunden mache der Umgang mit anderen Hunden Spaß. Dabei erlernen die Tiere eine gewisse Gelassenheit. Die wünscht sich Okel auch in der Diskussion um angebliche Kampfhunde.

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