Dekan i. R. Heinz Gerlach stellt neue Werke im Helenenheim aus

Theologie in Kunst geschnitzt

Mit Schnitzarbeiten aus Lindenholz hat Dekan i. R. Kernaussagen des Neuen Testaments künstlerisch umgesetzt. Die Ausstellung wird bis zum kommenden Samstag im Helenenheim gezeigt. Foto: Sandra Simshäuser

Bad Arolsen. - Von den Evangelien bis zur Offenbarung: Noch bis zum kommenden Samstag stellt Dekan i. R. Heinz Gerlach Holzschnitz-arbeiten im Foyer des Helenenheims aus.

Von den Themen des neuen Testaments hat sich der künstlerisch vielseitig aktive Theologe zu seinen Arbeiten inspirieren lassen. Entstanden sind 24 kleine Kunstwerke, die manchmal erst auf den zweiten Blick die Gedanken offenbaren, die hinter ihrer Gestaltung stecken.

So hat Gerlach beispielsweise die „Wurzel der Christenheit“ als Kathedrale dargestellt. Erbaut ist diese auf einem siebenflammigen jüdischen Thoraleuchter, eben der „Wurzel des Christentums“.

Noch deutlich hintersinniger ist Gerlach die Darstellung der Himmelfahrt gelungen.

Zu dem verschlungenen, mit Wellen und Zahlen gespickten Schnitzwerk hat sich der Künstler nach eigener Aussage von der „Generation Smartphone“ und dem Atomzeitalter anregen lassen.

Bei der gestrigen Eröffnung äußerte sich Pfarrer Oswald Beuthert, gleichzeitig Vorsteher des Waldeckschen Diakonissenhauses Sophienheim, anerkennend über den nie versiegenden Einfallsreichtum des früheren Dekans.

„Sie tun das, was Sie Ihr Leben lang getan haben: Theologisch zu denken und zu arbeiten“, bescheinigte Beuthert dem Künstler. Dieser bereitet unterdessen schon seine nächste Ausstellung für die Zeit während der Arolser Barockfestspiele vor. Nach dem Neuen Testament sei er nun dabei, weitere Arbeiten zu den Psalmen künstlerisch umzu-setzen, kündigte Gerlach an.

Die Ausstellung im Foyer des Helenenheims, Helenenstraße 14, wird noch bis Samstag, 14. Mai, gezeigt. Der Zugang ist barrierefrei.

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