Besonders schlimmer Fall von Tierquälerei

Tierquäler beschießt Katze mit Schrauben

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Die von Tierquälern geschundene Katze wurde operiert und wird nun von Mitarbeitern der Arche KaNaum gepflegt. Keiner weiß, ob das Tier überlebt

Mengeringhausen. Von einem schweren Fall von Tierquälerei berichten die Tierpfleger der Arche KaNaum (Katzen, Nager und mehr). Am Dienstag gegen 15.30 Uhr wurde in der Arche eine Katze in Seitenlage und in Schockzustand abgegeben.

Bei der Notversorgung und der anschließenden Untersuchung durch eine Tierärztin, stellte sich heraus, dass das Tier mit Diabolo-Munition und Schrauben beschossen wurde. Das Leben der Katze hängt derzeit am seidenen Faden und sie wird intensiv behandelt, wie die Arche-Mitarbeiterinnen berichten.

Wegen ihrer schlimmen Krämpfe sei es noch nicht abzusehen ob sie überleben könne. Die Katze weise alte und frische Schussverletzungen auf. Bei der Röntgenuntersuchung fanden sich insgesamt vier Projektile in dem Tier, die eindeutig auf eine Luftdruckwaffe hinweisen.

Außerdem hat sie im linken Vorderlauf eine Schraube stecken, die mit Wucht eingedrungen sein muss. Womöglich durch eine selbstgebaute Waffe. Es befindet sich jeweils ein Projektil direkt an der Wirbelsäule und eines auf dem Schädel. Diese Verletzungen sind alt, die Hautwunden schon lange verschlossen.

Zwei weitere Projektile und die Schraube sind frische Verletzungen. Ein Projektil drang durch einen Hinterlauf ein, ein weiteres befindet sich in der Nähe des Zwerchfells. Diese Katze muss also schon länger im Visier des Tierquälers gewesen sein.

Nur so lassen sich die alten und frischen Verletzungen erklären. Die Arche-Mitarbeiter haben den Fall bei der Polizeistation angezeigt. Sie hoffen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. Die Katze ist erstmals zugelaufen am 6. Oktober im Scheuerwinkel, im Bereich Hintere Straße, Lange Straße, Rathaus. Hinweise an die Polizei Bad Arolsen, Telefon 05691/97990. (r/es)

Mehr zum Zustand der Katze auf der Facebook-Seite der Arche: Mehr

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