Hilfstransport der Syrisch-Orthodoxen Caritas  nun nach Osteuropa

Transport in Türkei behindert

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Diakon Georg König und ein Vertreter der Osthilfe bei der Abfahrt des Transportes nach Osteuropa.  Foto: pr

 So nah östlich sollten die medizinischen Hilfsgüter nicht ausgeliefert werden: Die Syrisch-Aramäische Hilfsorganisation in Bad Arolsen konnte die geplante Container-Ladung nicht in die Türkei verschiffen, wie Diakon Georg König dazu auf Anfrage der WLZ mitteilt. Nun rollt der Laster nach Osteuropa.

Ursprünglich war vorgesehen, die Güter per Lastwagen und Schiff in die Türkei und dort zu dem syrisch-orthodoxen Kloster Mardin in der Nähe zu den Grenzen nach Syrien und zum Irak zu bringen (wir berichteten). Auf der anderen Seite sind viele Tausend Flüchtlinge in Lagern und benötigen Hilfe.

Doch die Hilfsgüter verließen gar nicht den Lagerplatz in Arolsen: Mitstreiter aus der Türkei und dem Nahen Osten warnten davor, die Ladung loszuschicken. In der Türkei werde eine überteuerte Gebühr gefordert, die den Wert der Güter übersteige, so König weiter.

Über die Adventistengemeinde in Bad Lippspringe, die Betten und Rollstühle beisteuerten, sind die Syrisch-Orthodoxen im Arolser Raum mit der Osthilfe verbunden. Die wiederum organisiert den Transport der Gegenstände nach Osteuropa, wo ebenfalls Bedarf an solchen Gütern ist.

 „Mit der Ost-Hilfe aus Bad Lippspringe arbeiten wir seit 2015 zusammen“, sagt König. „Sie baten uns für Ostern um Spenden in die Ukraine, nach Weißrussland, Moldawien und auf den Balkan.“

 So gab der karitative Verein 240 Kartons Kleidung, Schuhe und Bettwäsche, acht Matratzen, vier Geräte zur Unterstützung der Atmung, sieben Rollstühle, sechs Rollatoren, fünf Toilettenstühle, zwölf Stützen sowie zwei Kartons Medizin im Wert von 1000 Euro.

Mithilfe eines Transporters mit Anhänger wurden die Güter auf den Weg geschickt. Die Hilfsorganisation hatte zur Finanzierung des ursprünglich geplanten Transportes in die Türkei unter anderem Mittel von der Organisation Engagement Global zugesagt bekommen. Wie künftig Hilfe in den Nahen Osten gebracht werden kann, steht nun in den Sternen. (ah)

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