Metallbeschichtungen aus dem Hause Dr. Meywald

Sie trotzen härtesten Belastungen

Dr.-Ing Volker Meywald (r.) zeigt mit Sohn Björn Meywald Beispiele für die Verwendung beschichtetet Metallgewebe für Fassaden und filigrane Führungsdrähte zur Anwendung in der Medizintechnik. Foto: Elmar Schulten

Bad Arolsen-Mengeirnghausen - Von scheinbar simpler Massenware wie Messbändern für Bauhandwerker hat sich die Dr. Meywald GmbH & Co. KG in den vergangenen Jahren zum Experten für High-Tech-Produkte weiterentwickelt. Neustes Standbein ist die Medizintechnik.

Was schicke Metallfassaden für ultramoderne Architektur, Sim-Kartenhalter für Mobiltelefone, Überrollbügel in schicken Sportwagen und ultrabewegliche Führungsdrähte in lebensrettenden Herzkathetern gemeinsam haben, ist die Spezialbeschichtung aus dem Hause Dr. Meywald.

Der promovierte Maschinenbauer entwickelt immer neue Methoden, mit denen sich auch dünnste Metalloberflächen dauerhaft mit einer hauchdünnen Lackschicht versehen lassen, die höchsten Anforderungen entspricht.

Während es bei den Messbändern schon ausreicht, wenn sie sich beliebig oft zusammenrollen lassen, ohne dass sie die geeichten Messmarken verlieren, erwarten Architekten von Metallgeweben für moderne Fassaden Wetterbeständigkeit, Farbechtheit und lange Lebensdauer. In der Medizintechnik werden freilich noch höhere Anforderungen an die verwendeten Materialien gestellt. Führungsdrähte in Kathetern werden bei minimal-invasiven Untersuchungen und Operationen eingesetzt.

Der Operateur schiebt dazu den hauchdünnen Führungsdraht durch die Venen des Patienten. Das Metall macht das Werkzeug während des Eingriffs dank der modernen Bildgebungsverfahren sichtbar.

Hochbeweglich wird der Draht durch die feingesponnenen Windungen, mit denen der Führungsdraht umwickelt ist.

Dabei misst der einzelne Draht nicht mehr als 0,15 Millimeter im Durchmesser und ist somit dünner als ein menschliches Haar. Zu einer Spirale gedreht beträgt der Durchmesser ganze 0,5 Millimeter. Hauchdünn also und dennoch ungewöhnlich beweglich und vom Chirurgen mit Erfahrung ganz gezielt einsetzbar.

Damit bei dem chirurgischen Eingriff nichts dem Zufall überlassen bleibt, wurde das feinbeschichte Material der Firma Meywald über viele Monate einem besonderen Zulassungsverfahren unterworfen.

Klar, dass der verwendete Lack ungiftig sein muss, er darf auch bei höchster Belastung nicht absplittern. Viele weitere Eigenschaften wurden im wissenschaftlichen Zulassungsverfahren geprüft.

Dr. Volker Meywald und sein Sohn Björn Meywald, die zurzeit im Mengeringhäuser Familienunternehmen 17 Mitarbeiter beschäftigen, erhoffen sich von dem neuen Standbein Medizintechnik wertvolle Impulse für die weitere Unternehmensentwicklung.

Deshalb lassen sie zurzeit eine neue 15 mal 30 Meter große Halle anbauen, die bei Bedarf in den kommenden Jahren auf 30 mal 30 Meter vergrößert werden soll.

In diese Halle soll das firmeneigene Lager umziehen. Dadurch wird Platz für eine neue Beschichtungsmaschine in der Produktionshalle geschaffen.

Einige Male pro Jahr wird übrigens auch die alte Produktionstechnik zur Herstellung von kalibrierten Bandstreifen für Messbänder wieder angeworfen. Trotz moderner Laser-Messgeräte wollen die Handwerker doch nicht auf die guten alten Messbänder verzichten.

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