Diemelstadt/Warburg

Unfallserie auf der Autobahn 44

- Diemelstadt / Warburg (ots). Eine Serie von Lkw-Unfällen ereignete sich auf der Autobahn 44 zwischen Diemelstadt und Warburg. Drei Personen wurden schwer, zwei weitere leicht verletzt. Der Schaden wird mit insgesamt 140 000 Euro beziffert.

Alle Hände voll zu tun hatten in der Nacht zu Montag die Beamten der Polizeiautobahnstation Baunatal nach einer Serie von Lkw-Unfällen auf der A 44 Dortmund - Kassel. Infolge der Unfallserie musste diese Autobahn zwischen den Anschlussstellen Diemelstadt und Warburg in der Zeit von 0:50 Uhr bis kurz vor 7 Uhr zum Teil voll gesperrt werden. Der Verkehr in Richtung Kassel staute sich zeitweise auf mehrere Kilometer Länge. Ab Diemelstadt wurden die Fahrzeuge über die ausgeschilderten Umleitungsstrecken in Richtung Kassel umgeleitet. Um 0:44 Uhr krachte es zum ersten Mal in Höhe des Autobahnkilometers 40 in Fahrtrichtung Kassel. Ein 24 Jahre alter Sprinter-Fahrer aus Kassel war nach ersten Erkenntnissen vermutlich aus Unachtsamkeit auf das letzte Fahrzeug einer britischen Militärkolonne aufgefahren und wurde dabei schwer verletzt. Er musste von Kräften der Feuerwehr Warburg mit der Rettungsschere aus seinem Führerhaus befreit werden. Nach der medizinischen Erstversorgung durch die Rettungskräfte kam er zur Weiterbehandlung ins Klinikum nach Kassel. Seine ebenfalls 24 Jahre alte Beifahrerin aus Kassel erlitt leichte Verletzungen, konnte das Fahrzeug aber selbständig verlassen. Sie wurde mit Verdacht auf einen Schock nach Bad Arolsen ins Krankenhaus gebracht, wurde nach ambulanter Behandlung aber noch in der Nacht wieder entlassen. Aufgrund der Schwere der Verletzungen konnte der 24-jährige Sprinterfahrer noch nicht zum Unfallhergang befragt werden. Seine Beifahrerin hatte gegenüber den Beamten der Polizeiautobahnstation Baunatal angegeben, zum Zeitpunkt des Unfalls geschlafen zu haben. Die Insassen des britischen Militärfahrzeugs blieben unverletzt. Der Sachschaden liegt bei rund 20 000 Euro. Kurze Zeit später um 1:25 Uhr kam es im Rückstau bei Kilometer 42 zu einem Folgeunfall, in den insgesamt vier Lkw verwickelt waren. Bei diesen Unfällen wurde weitere zwei Menschen schwer und einer leicht verletzt. Einer der beteiligten Lkw aus Cloppenburg hatte Schweinehälften und Produkte aus Schweinefleisch geladen, die sich zum Teil auf den Fahrspuren verteilten. Verursacher dieses Unfalls war ein 62 Jahre alter Lkw-Fahrer aus Dortmund, der am Stauende ungebremst auf den Cloppenburger Lkw auffuhr, der von einem 49-Jährigen aus Cappeln (Oldenburg) gesteuert wurde. Dessen Fahrzeug wurde wiederum auf den vor ihm stehenden Lkw eines 52-Jährigen aus Fröndenberg/Ruhr geschoben. Die Kettenreaktion dieses Auffahrunfalls endete am Heck eines Lkw aus Paderborn, der von einem 48 Jahre alten Mann gefahren wurde. Der Dortmunder und der Fröndenberger wurden schwer verletzt. Sie wurden in Krankenhäuser nach Marsberg und Warburg gebracht. Der 49-Jährige aus Cappeln erlitt nur leichte Verletzungen, während der Paderborner unverletzt blieb. An den beteiligten Fahrzeugen entstand insgesamt ein Sachschaden von rund120 000,- Euro.

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