Volkmarsen

770 Unterschriften für Logistikzenrum

- Volkmarsen (-ah-). 770 Unterschriften für den Bau eines VW-Logistikzentrums in Volkmarsen wurden bei einer Informationsveranstaltung überreicht.

Andreas Sandhäger überreichte die Listen dem Bürgermeister Hartmut Linnekugel vor rund 500 Besuchern in der Nordhessenhalle. Damit sollte ein Zeichen gesetzt werden gegen Widerspruch aus der „Bürgerbewegung für ein lebenswertes Volkmarsen“, die ein Bürgerbegehren gegen das Großprojekt auf den Weg bringen will.

Volkmarsen ist ein sehr vorteilhafter Standort, sonst würden wir nicht dafür kämpfen“, bekräftigte Dr. Torsten Rudolph (Rudolph Logistik Gruppe in Baunatal) beim Informationsabend über das geplante Logistikzentrum. Die Bürger aus der Großgemeinde Volkmarsen wurden über das Großprojekt durch Detlef Schmidt, Büro für Freiraum- und Landschaftsplanung in Grebenstein, sowie Dr. Torsten Rudolph, Geschäftsführer der Rudolph Logistik Gruppe Baunatal, und Reinhard Braun, Leiter der Geschäftsfelder Industrie/Fulfillment bei Rudolph, Dipl.-Geograf Lothar Zacharias, Zacharias Verkehrsplanungen in Hannover, und Bürgermeister Hartmut Linnekugel umfassend informiert.

Im Mittelpunkt der von Stadtrat Harald Schacht geleiteten Versammlung standen die Verkehrsbelastungen durch Lastwagen, für Kritiker ein Knackpunkt. Der Regierungspräsident befasst sich derzeit mit der am 7. September von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Änderung des Flächennutzungsplanes. Dieser soll die planungsrechtliche Basis für ein 325 Meter langes, 193 Meter breites und zwölf Meter hohes Logistikzentrum am westlichen Ortsrand von Volkmarsen bilden. Der VW-Konzern will dort über einen Investor die Halle bauen lassen, in der sogenannte „langsam drehende Teile“, also nicht täglich und auch für ältere Volkswagen-Modelle benötigte Originalersatzteile, gelagert und umgeschlagen werden sollen. Dafür ist ein privat zu finanzierender Gleisanschluss vorge­sehen, die zwölf Verladedocks für Lkw werden von der der Stadt abgewandten westlichen Seite erschlossen. Zudem sind Erschließungsstraßen geplant.

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