Ostermontagsdemonstration für den Ausbau der Kreisstraße 91 und den Radweg

„Vergiss mein Orpethal nicht!“

Diemelstadt-Orpethal - „Vergiss mein nicht!“ - Ortsvorsteher Rainer Runte machte am gestrigen Ostermontag Orpethal Bürger mobil, um für den Ausbau von Kreisstraße 91 und Radweg zu demonstrieren.

Diemelstadt-Orpethal (ah). In einer öffentlichkeitswirksamen Pflanzaktion wurden für kurze Zeit Vergissmeinnicht- und Primel-Pflanzen in Schlaglöcher gesetzt, um sie dann aber aus Gründen der Verkehrssicherheit wieder zu entfernen, denn. Die gegenwärtig von 1750 Fahrzeugen täglich als Umleitung genutzte und insbesondere vom Schwerverkehr malträtierte K 91 ist von Schlaglöchern übersät, die von der Hessen.Mobil-Straßenmeisterei nur geflickt werden. Ortsvorsteher Runte begründete die spektakuläre Aktion: Die Kreisstraße müsse im Interesse der Lebensqualität und der Sicherheit der Bürger umgehend ausgebaut werden. An Landrat Dr. Reinhard Kubat appellierte er zudem, den touristisch bedeutenden Diemel-Radwegs in diesem Abschnitt voranzutreiben. Die Straße werde von den Orpethalern und demnächst verstärkt von den Lastzügen zu und von den Papierfabriken genutzt. Seit der Inbetriebnahme der Autobahnanschlussstelle Marsberg habe der Verkehr weiter zugenommen. „Die Arbeiten dürfen nicht erst 2014 bgeinnen, sondern müssen jetzt in Angriff genommen werden“, forderte der Ortsvorsteher. Es wäre volkswirtschaftlicher Unsinn, wenn der nordrhein-westfälische Landesbetrieb Straßen-NRW im Rahmen seiner Pflichten für die Wiederherstellung der als Umleitung genutzten K 91 die Fahrbahn noch flicken würde. Komplexes Thema Bürgermeister Elmar Schröder hat in der vorigen Woche den Landrat in einem persönlich überbrachten Schreiben gebeten, ein Gespräch mit Vertretern aller beteiligten Behörden anzuberaumen. Der Sachverhalt sei nun einmal viel komplizierter, zumal noch Grundstücksverhandlungen - unter anderem mit dem Graf von Westfalen - zu führen seien. Daher müssen die Hessische Landgesellschaft, das Wirtschaftsminister als Zuschussgeber, die Landesbetriebe Straßen-NRW und Hessen Mobil, der Kreis und die Stadt an einen Tisch gebracht werden. Das seit Jahren im Investitionsprogramm des Kreises geführte Straßenbauprojekt werde daher frühestens im kommenden Jahr realisierbar sein, es könne aber auch 2016 werden. Der Magisrat lasse die Kosten für den Ausbau der beiden Brücken über die Diemel und den Mühlengraben prüfen, der zu Lasten der Kommune gehen solle. In diesem Zusammenhang müsse untersucht werden, inwieweit der Radweg in diesen Bereichen geführt werden könne. In der nächsten Stadtverordnetensitzung werde eine Planung für den K 91-Ausbau vorgelegt.„Alle Kräfte müssen zusammenwirken“, stellte der Rathauschef fest. Im Magistrat werde momentan darüber nachgedacht, das 600 000 bis 700 000 Euro teure Bauvorhaben durch die Stadt für ein bis zwei Jahre vorzufinanzieren, sagte Bürgermeister Schröder. Neben ihm waren aus dem Magistrat Erster Stadtrat Dieter Oderwald und Stadträtin Anne Mitschulat vor Ort.

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