Bad Arolsen

VfL-Turnkinder entwerfen den ersten Kinderstadtplan für Bad Arolsen

- Bad arolsen (-es-). Turnkinder des VfL Bad Arolsen und Schüler der Kaulbachschule haben den ersten Kinderstadtplan für Bad Arolsen entworfen. 14 Spielplätze haben die Kinder auf ihrem Stadtplan eingezeichnet und mit Umfrage-Dokumentation über Spielplatz-Kinderwünsche ergänzt.

Die Kinder wol- len ihr Projekt dem Bürgermeister vorstellen und sind gespannt, ob der noch mehr schöne Orte für Kinder kennt und ob der Kinderstadtplan in Seriendruck geht. Viele würden sich freuen, da die meisten Familien nur drei bis fünf Spielplätze kennen, wie die Umfrage ergab. Schön wäre auch, wenn die Auswertung der Umfrage in die Planung der Spielplätze eingebunden werden könnte und vielleicht sogar ein neuer Spielplatz gebaut würde. Die gute Idee für einen Kinderstadtplan hatten die Jugendlichen von den Turnkindern aus Korbach. „Denn den eigenen Spielplatz vor der Haustür finden auch die Kinder in Bad Arolsen langweilig.“ Sie machten sich auf die Suche nach schönen Spielplätzen. Nach acht Monaten Recherche haben die VfL Geräteturner unter Leitung von Annette Waßmuth zusammen mit Schülern der Kaulbachschule nicht nur einen Kinderstadtplan entworfen, sondern auch eine Spielplatzumfrage durchgeführt! Insgesamt haben sich 256 Personen daran beteiligt. Wie viele Spielplätze kennst du in Bad Arolsen, welcher Spielplatz ist am schönsten, welches Spielgerät findest du am schönsten, was magst du auf den Spielplätzen nicht, und was wünschst du dir für ein Spielgerät auf deinem Spielplatz vor der Tür, standen zur Diskussion. Bei der Umfrage kam heraus, dass die Lieblingsspielplätze von Kindern zwischen drei und acht Jahren in der Straße „Im Remmeker Feld“, „Auf dem Königsberg“, „In der Strothe“, „In der Käufe“ und „Zum Bicketal“ sind. Kinder von acht bis 14 Jahren haben keinen Lieblingsspielplatz. Sie haben aber dem Bürgermeister ein Bild gezeichnet, was Kinder in dem Alter cool finden: Hohe Klettertürme mit Hängebrücken, Piratenschiff, Kletterwände, Baumhaus mit Tarzanbäumen und Kletter- tauen, Kletternetze, Balancierstämme, Karussell, Floß mit Wasser und lange Abenteuerrutschen gehören bei den Großen zu den Favoriten. Am liebsten würden die Jugendlichen das Piratenschiff vom Arobella-Schwimmbad auf die freie Fläche hinter dem Aldimarkt in der Bahn- hofstraße stellen und einen Piratenspielplatz nur für Jugendliche bauen. Kritik gab es von den Spielplatzexperten bei der Umfrage auch: So seien einige Spielplätze mit tollen Geräten ausgestattet, aber viel zu wenig Platz zum Toben, Sand könnte bei allen Spielplätzen bis aufs Doppelte aufgefüllt werden, und abgebaute Spielgeräte sollten auch möglichst bald durch neue farbenfrohe Geräte ersetzt werden. Außerdem wünschen sich viele Familien stärkere Kontrollen an Spielplätzen. Hunde, Alkoholflaschen, Zigarettenkippen und Randalierer haben auf dem Spielplatz nichts verloren. Erwischte Spielplatzrandalierer sollten bestraft werden, in dem sie alle Spielplätze aufräumen, bunt anstreichen und mit den Kindern spielen, so die Meinung der Kinder.

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